Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

In Zürich landen jedes Jahr 9000 Tonnen Katzenstreu auf Deponien. Jetzt soll die Bevölkerung auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen

Дата публикации: 12-10-2026 03:02:00

Mineralische Streu verbrennt in der Kehrichtverwertung kaum. Sogar der Bundesrat hat sich mit dieser Problematik befasst.

Основное содержимое страницы с новостью.

In Zürich landen jedes Jahr 9000 Tonnen Katzenstreu auf Deponien. Jetzt soll die Bevölkerung auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen

Mineralische Streu verbrennt in der Kehrichtverwertung kaum. Sogar der Bundesrat hat sich mit dieser Problematik befasst.

12.10.2026, 05.02 Uhr

3 Leseminuten


Die Katzenstreu in Schweizer Kistli ist oft mineralisch und deshalb nicht umweltfreundlich.

Die Katzenstreu in Schweizer Kistli ist oft mineralisch und deshalb nicht umweltfreundlich.

Elizabeth Fernandez / Getty

Wenn das Büsi sein Geschäft in der freien Natur verrichtet, mag das nicht unbedingt zur Freude des Nachbarn sein, der eben sein Blumenbeet frisch angepflanzt hat. Es hinterlässt aber weniger Spuren als der Gang aufs Indoor-Katzenklo.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Denn die handelsübliche Katzenstreu besteht aus mineralischem Ton, Bentonit genannt – einem Material, das auch im Atommülltiefenlager der Nagra verwendet werden soll, um die Stollen abzudichten.

Für die Streu wird Bentonit abgebaut, getrocknet und zu Granulat verarbeitet, das Flüssigkeit aufsaugt und Klumpen bildet. Das ist zwar praktisch, aber nicht besonders umweltfreundlich. Für die Herstellung braucht es nämlich viel Energie.

Vor allem bleiben von der Streu, die im Abfallsack und schliesslich in der Kehrichtverwertung landet, Rückstände in der sogenannten Schlacke. Sie lässt sich kaum verbrennen und ist energetisch nicht nutzbar. Bei den über 300 000 Katzen, die schätzungsweise im Kanton Zürich leben, kommt ordentlich Material zusammen. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) schätzt, dass etwa zehn Prozent der Schlacke von mineralischer Katzenstreu stammen. Das sind 9000 Tonnen oder 450 Lastwagenladungen.

Einsparungen von zehn Millionen Franken jährlich

Für den Kanton wird diese Menge zum Problem. Die Schlacke landet nämlich in Deponien – und für diese wird der Platz knapp. Letztes Jahr hat die Regierung bekanntgegeben, dass sie zusätzlich zu den 8 bestehenden Deponien 19 weitere Standorte in den Richtplan aufnehmen wolle. Doch sie zu bewilligen, ist aufwendig, und neue Deponien sind unbeliebt. Als die Pläne zu den Anpassungen im Richtplan auflagen, gingen 3260 Einwendungen ein.

Mittlerweile ist die Katzenstreuproblematik politisch geworden. Eine Standesinitiative aus Genf fordert, dass «Produkte, bei denen durch die Verbrennung besonders viel Schlacke entsteht oder die Toxizität besonders stark steigt, zu verbieten oder stark zu besteuern sind, wenn es ein Alternativprodukt gibt».

Auch der Bundesrat hat sich im Sommer mit der Katzenstreu befasst, und zwar in der Antwort auf einen Vorstoss einer Solothurner Grünen-Nationalrätin. Die Auswirkungen von mineralischer Streu auf die Umwelt seien bei Katzenhaltern und im Detailhandel wohl nur «zum Teil» bekannt, heisst es darin. Sensibilisierungsmassnahmen könnten helfen.

Dabei gäbe es eine einfache Möglichkeit, die Menge der Streuüberreste in der Schlacke zu verringern: der Wechsel auf Streu aus Holzfasern oder Getreideresten.

Die pflanzliche Streu muss aus hygienischen Gründen zwar ebenfalls im Hauskehricht entsorgt werden. Doch im Gegensatz zur Variante aus Bentonit verbrennt sie in der Kehrichtverwertung fast vollständig. Der Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallanlagen schätzt, dass damit 10 Millionen Franken pro Jahr für die Deponierung gespart werden könnten. «Die Katzenstreuthematik mag auf den ersten Blick klein oder gar lächerlich wirken, doch die Zahlen zeigen, dass es sich um ein relevantes Problem handelt», schreibt der Verband auf seiner Website.

Genf und die Waadt lancieren eine Kampagne

Im Kanton Zürich wird sich die Regierung demnächst mit der Causa Katzenstreu beschäftigen. Drei Kantonsräte von GLP, SP und Grünen haben dazu einen Vorstoss eingereicht. Sie wollen vom Regierungsrat wissen, ob er dazu bereit sei, die Bevölkerung «über die ökologischen und potenziell wirtschaftlichen Vorteile pflanzlicher Katzenstreu zu informieren» und entsprechende Sensibilisierungsmassnahmen zu prüfen.

Ganz nach dem Vorbild der Kantone Genf und Waadt, die Anfang September eine Kampagne lanciert haben. In Tierarztpraxen liegen Flyer auf und hängen Plakate aus, in den sozialen Netzwerken sollen entsprechende Videos aufgeschaltet werden.

Zwar steht die Antwort der Zürcher Regierung auf den Vorstoss noch aus. Doch inzwischen hat das Awel selbst so etwas wie eine Kampagne lanciert: Es hat nach Genfer Vorbild ebenfalls einen Flyer gestaltet, sogar mit dem gleichen Büsi als Motiv, und empfiehlt pflanzliche Streu. Diese verbrenne nicht nur fast restlos, heisst es in einer Medienmitteilung, sondern habe weitere Vorteile: «Sie ist nur halb so schwer wie Katzenstreu aus Bentonit und kann Gerüche ohne Zusatz von Duftstoffen neutralisieren.»

Bleibt die Frage, wie viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter sich dazu bewegen lassen, auf Naturfasern umzusteigen. Das Angebot im Detailhandel ist nämlich bescheiden. Kommt hinzu: Die umweltfreundliche Streu ist einiges teurer als die günstigsten Produkte aus Bentonit.

Mit diesem Bild veranschaulicht der Kanton, dass mineralische Streu kaum verwertbar ist.

Mit diesem Bild veranschaulicht der Kanton, dass mineralische Streu kaum verwertbar ist.

Baudirektion Kanton Zürich

Passend zum Artikel

Zwischen Mensch und Hund kann es funken. Auf einer Online-Plattform suchen immer mehr Hundefreunde ein Tier zum Spazieren, Spielen oder Kuscheln. Doch für Hunde kann das Stress bedeuten.

Man sieht sie an Häusern von Bern bis Kreuzlingen und von Zürich bis Lugano: Katzenleitern erzählen von der Bedeutung von Katzen für ihre Besitzer.

Die Zahlen der abgegebenen Haustiere in Tierheimen und Auffangstationen steigen. Im vergangenen Jahr waren es laut Statistik mehr als 30 000 Tiere. «Alarmierend» nennt es der Schweizer Tierschutz.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Минприроды предложило продлить срок использования "неофициальных" мусорных полигонов в РФ0006-07-2022
2In einem Dorf am Zürichsee verdrecken Störche Bänke und Parkplätze «bis zur Unbrauchbarkeit» – jetzt wollen die Behörden die Bestände regulieren08.2616-10-2026
3Минприроды предложило прописать срок замены запчастей для техники ради сокращения отходов0020-06-2021
4В Госдуме предложили направлять пищевые отходы на изготовление корма0018-06-2020
5В Петербурге нашли более тонны опасных отходов0002-10-2025
6В российских вузах соберут макулатуру0001-11-2018
7В России с 2030 года могут запретить захоронение вторсырья0021-02-2022
8С Шантарских островов вывезут мусор объемом свыше 100 тонн0008-06-2020
9В России будут перерабатывать органический мусор в корм для животных0021-09-2020

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 10.99. Источник: www.nzz.ch.