Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Aktionstag: „Als ob der Film über mein Leben geht“ – Caritas zeigt eindrücklichen Film über Spielsucht

Дата публикации: 02-10-2026 14:47:00




Um seine Spielsucht zu verbergen, verstrickt sich der Bankangestellte Dan Mahowny in Lügen, verzockt Millionen, reißt Freunde und Kollegen ins Unglück. Wie nah das Hollywood-Drama an der Realität ist, zeigt das Nachgespräch des Films „Owning Mahowny“ im Kino Achteinhalb. Womöglich geht es tausenden Menschen im Saarland ähnlich.



Основное содержимое страницы с новостью.

Aktionstag „Als ob der Film über mein Leben geht“ – Caritas zeigt eindrücklichen Film über Spielsucht

Saarbrücken · Um seine Spielsucht zu verbergen, verstrickt sich der Bankangestellte Dan Mahowny in Lügen, verzockt Millionen, reißt Freunde und Kollegen ins Unglück. Wie nah das Hollywood-Drama an der Realität ist, zeigt das Nachgespräch des Films „Owning Mahowny“ im Kino Achteinhalb. Womöglich geht es tausenden Menschen im Saarland ähnlich.

02.10.2026 , 16:47 Uhr

Johannes Sinnwell und Hanna Ritter von der Landesfachstelle Glücksspielsucht moderieren das Nachgespräch.

Johannes Sinnwell und Hanna Ritter von der Landesfachstelle Glücksspielsucht moderieren das Nachgespräch.

Foto: Susanne Müller, Caritas PSB

„Zwischendrin war das die Hölle“, sagt Dieter (Name von der Redaktion geändert) nach der Vorstellung des Films „Owning Mahowny“ im Saarbrücker Kino Achteinhalb: „Es hat sich so angefühlt, als ob der Film über mein Leben geht.“ In dem Hollywood-Drama aus dem Jahr 2003 verkörpert Philip Seymour Hoffman den biederen Bankangestellten Dan Mahowny, der für seine Spielsucht systematisch Geld veruntreut und sich immer weiter in der Krankheit verliert. Dieter war ebenfalls spielsüchtig. Er berichtet, dass er über eine Million Euro verspielt habe, 300.000 davon habe er veruntreut. Dieter kommt aus einem anderen Bundesland und befindet sich in einer saarländischen Klinik zur Rehabilitation. „Von der ersten Minute an“ habe er Gänsehaut gehabt, während Seymour Hoffman auf der Leinwand 10,2 Millionen Dollar verspielte, seine Beziehung aufs Spiel setzte und Menschen aus seinem Umfeld mit ins Übel riss.

„Das Gefühl, immer eine Maske zu tragen“

Die Landesfachstelle Glücksspielsucht der Caritas hatte für Mittwochabend, 30. September, ins Kino eingeladen. Am Aktionstag gegen die Glücksspielsucht will die Einrichtung auf die „oft unsichtbare Sucht aufmerksam machen und für die Gefahren von Glücksspielen sensibilisieren“, wie es in einer Pressemitteilung dazu heißt. Unter dem Motto „Suchtmittel Glücksspiel – Massive Werbung, wenig Schutz!“ hat die Fachstelle neben der Filmvorführung auch in Bäckereien und Berufsschulen bedruckte Papiertüten verteilt und 24.000 Postkarten in der Region ausgelegt.

32 Bilder

Saarbrücker Kino Achteinhalb blickt auf 33 Jahre zurück

32 Bilder

Foto: Tobias Keßler

Rund 30 Zuschauerinnen und Zuschauer finden sich zur kostenlosen Filmvorführung ein, darunter Dieter und vier weitere Patienten, die sich im Saarland wegen ihrer Glücksspielsucht therapieren lassen. Zwei von ihnen loben den Film im Nachgespräch mit den Fachstellen-Mitarbeitenden Johannes Sinnwell und Hanna Ritter. „Es hat sich sehr realistisch angefühlt“, sagt einer von ihnen, ein Mann Mitte 30. Vor allem das Gefühl, immer unter Anspannung zu stehen, die Sucht im Alltag so gut es geht zu verbergen, und stets eine Maske zu tragen.

Männer sind häufiger betroffen

Laut der aktuellen Umfrage des Bundessuchtbeauftragten leiden deutschlandweit etwa 1,3 Millionen Menschen unter Glücksspielsucht. Das entspricht einem Anteil von rund 1,9 Prozent der Menschen über 18 Jahren. Besonders Männer sind laut der Umfrage gefährdet: 40,4 Prozent aller Männer über 16 Jahren haben in den vergangenen zwölf Monaten um Geld gespielt. Bei den Frauen seien es im gleichen Zeitraum 32,4 Prozent gewesen. Laut Caritasdirektor Michael Schley würden im Saarland „geschätzt 33.000 Menschen ein problematisches oder riskantes Glücksspiel-Verhalten zeigen und etwa 13.000 Menschen sogar eine Glücksspiel-Störung“ haben. Er fügt an: „Glücksspielsucht ist eine Krankheit, und diese Menschen brauchen unsere Unterstützung.“

Gegen Ende des Films fragt ein Therapeut Seymour Hoffmans Charakter Mahowny, wie stark sein Empfinden beim Glücksspiel sei. „100“ ist seine Antwort. Wie stark er das beste Gefühl der Welt empfinde, abgesehen vom Glücksspiel, hakt sein Therapeut nach. Die Frage steht im Raum, bis Mahowny nach einer Weile „20“ hervorbringt.

Online-Wetten verschlimmern die Sucht

Ob das wirklich so sei, und woher das komme, will eine Zuschauerin wissen. Ritter erklärt, wie Glücksspielautomaten durch perfide Reize das Dopaminzentrum des Spielenden ansprechen. Und dass Süchtige nach und nach ihr Limit hochsetzen würden, um den Glückszustand zu erreichen. Ein Umstand, den eine aktuelle Gesetzesnovelle des Glücksspielstaatsvertrags verschlimmere, sagt Ritter. „Durch die Erhöhung des Höchsteinsatzes bei Online-Automatenspiel von einem auf fünf Euro, reduziert sich die Spielzeit, bis das monatliche Einsatzlimit von 1.000 Euro erreicht ist, von 10,5 auf etwas über zwei Stunden drastisch“.

„Dass Mahowny im Film anruft, um Wetten zu platzieren, finde ich ziemlich oldschool“, sagt ihr Kollege Sinnwell. Heutzutage finde Glücksspiel insbesondere online statt. Das Suchtmittel sei dadurch stets verfügbar und schwieriger zu regulieren, warnt er.

Happy End für Mahowny

Die Landesfachstelle Glücksspielsucht der Caritas, bei der Ritter und Sinnwell angestellt sind, berät spielsüchtige Menschen und unterstützt sie, einen Rehabilitationsplatz zu finden. Zudem informiert die Stelle zu den Gefahren des Glücksspiels; über ein weiteres Projekt der Caritas besucht Ritter Schulen und bietet Präventionsworkshops für Jugendliche und junge Erwachsene an.

Im Film gibt es eine Art Happy End für Seymour Hoffmans Charakter Mahowny. Er muss zwar sechs Jahre ins Gefängnis und seine Schulden abbezahlen, aber seine Freundin verzeiht ihm. Die beiden heiraten, und der Abspanntext endet damit, dass Mahowny, der auf einer realen Person beruht, nie wieder um Geld gespielt habe.

Wer selbst von Glücksspielsucht betroffen ist oder sich Sorgen um eine nahestehende Person macht, kann sich unter 0681 3090657 oder der E-Mailadresse info@gluecksspielsucht-saar.de bei der Landesfachstelle Glücksspielsucht melden und Unterstützung erhalten.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Serie Beratungsangebote im Regionalverband: Frauennotruf Saarland – „Es gibt das Licht in der Dunkelheit“09.3817-10-2026
2Психолог Автомонов заявил о росте лудомании среди детей в России07.5701-08-2026
3L’atelier "Phare", pour dépasser les idées reçues sur les addictions06.413-09-2026
4Zwischen Abhängigkeit und Partylaune - Alltagsdroge Alkohol07.311-08-2025
5Психотерапевт Кушнарёва: игровая зависимость начинается с потери контроля07.2624-07-2026
6Open-Air-Kinos in und um Rheinland-Pfalz 015.2327-07-2026
7Und was gilt in WGs?: Wohnungsdurchsuchung? 3 Regeln sollten Betroffene kennen011.9212-10-2026
8 OLLI Harrisburg to host free screening, discussion of ‘Lonely’ 0530-06-2026
9Цхинвалы цӕрӕгмӕ ӕнхъӕлмӕ кӕсы уголовон бӕрндзинад "Габапентин" ӕвӕрыны тыххӕй016.302-10-2026
1030 самых «звёздных» кинопроектов «11/12/13 друзей Оушена» www.kinopoisk.ru/film/770/ Команда обаятельных ...09.9101-09-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 9.77. Источник: www.saarbruecker-zeitung.de.