Der Bluetooth-Lautsprecher Teufel Motiv Go 2 bietet ausgewogenen Stereo-Klang im Alurahmen und erstmals eine App.
Der Bluetooth-Lautsprecher Teufel Motiv Go 2 bietet ausgewogenen Stereo-Klang im Alurahmen und erstmals eine App.
Der Motiv Go 2 folgt auf den Teufel Motiv Go (Testbericht) von 2020 und ist seit April 2026 erhältlich. Optisch hat sich wenig getan, die Tasten sitzen nun aber alle auf der Oberseite. Neu sind die App Teufel Go, Musik über USB-C, die Kopplung weiterer Lautsprecher per Party Link sowie Bluetooth 5.3. Dafür hat Teufel das Netzteil, den Codec aptX, den AUX-Eingang und das Mikrofon gestrichen.
Teufel verspricht kompakten Stereo-Klang für Küche, Bad sowie Garten und verlangt für den Bluetooth-Lautsprecher 235 Euro (Amazon). Sein naheliegender Gegenspieler, der JBL Charge 6 (Testbericht), ist deutlich günstiger. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt der Test.
Design und Verarbeitung des Teufel Motiv Go 2Der Motiv Go 2 erinnert in seiner Form an einen abgeschnittenen Keil mit abgerundeten Kanten und misst 21,1 × 11,5 × 6,6 cm. Beim Gewicht nennt Teufel mal 935 g, mal 890 g, unsere Waage zeigt 895 g. Größe und Gewicht entsprechen fast genau dem Vorgänger. Der Rockster Go 2 Fender Edition (Testbericht) ist dagegen deutlich leichter.
Das Gehäuse umläuft ein Rahmen aus Aluminium, die Front trägt einen abwischbaren Textilbezug, die Rückseite besteht aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist hochwertig: Der Alurahmen wirkt massiv, der Stoff sitzt straff und die Spaltmaße sind sauber. Der Rahmen zeigt keine Fingerabdrücke, der Lautsprecher wirkt elegant und gehört eher ins Wohnzimmer oder auf den Schreibtisch als nach draußen. Teufel bietet den Bluetooth-Lautsprecher in Night Black (Schwarz), Silver White (Weiß) und erstmals Soft Lavender (Lila) an. Bei unserem Testgerät in Soft Lavender sind Rahmen und Tasten Ton in Ton gehalten. Auf der Unterseite sitzen ein gravierter Markenschriftzug und zwei Gummileisten.
Teufel Motiv Go 2 Bilder
Die USB-C-Buchse liegt an der rechten Seite offen, eine Klappe gibt es nicht. Beim Vorgänger steckten die Anschlüsse noch unter einer Gummiabdeckung. Weil die Buchse seitlich sitzt, bleibt das Kabel beim Laden sichtbar, dafür lässt sich der Lautsprecher ganz an die Wand schieben. Nach IPX5 übersteht er Strahlwasser aus jedem Winkel. Zum Untertauchen ist er nicht gedacht, Teufel weist zudem keinen Staubschutz aus.
Wie schon beim Vorgänger fehlen Trageschlaufe, Öse und Karabiner. Der Motiv Go 2 lässt sich also nirgends aufhängen. Im Karton liegt nur ein 1 m langes USB-C-Kabel.
Wie gut ist der Klang des Teufel Motiv Go 2?Teufel setzt auf Stereo: Zwei Breitbänder mit je 50 mm Durchmesser erzeugen den Klang, zwei Passivmembranen vorn und hinten unterstützen den Bass. Ein Class-D-Verstärker liefert zusammen 20 W RMS, der Frequenzbereich reicht von 60 Hz bis 20 kHz.
Im Hörtest klingt der Bluetooth-Lautsprecher ausgewogen, Stimmen in Podcasts kommen klar und ohne Schärfe. Der Bass fällt für die Größe kräftig aus und dröhnt nicht, Lautsprecher von JBL und Bose liefern allerdings mehr Tiefgang. Mit dem JBL Charge 6 (Testbericht) liegt er etwa gleichauf, er klingt in den Mitten klarer und hat etwas weniger Bass. In der Dynamik übertrifft er den Rockster Go 2 Fender Edition (Testbericht) klar. Selbst bei maximaler Lautstärke verzerrt er kaum, auch wenn wir schon lautere Lautsprecher im Test hatten.
Dynamore verbreitert die Bühne virtuell und lässt sich per Taste oder App zuschalten. Mit der Funktion klingt der Motiv Go 2 deutlich besser: Die Bühne wird hörbar breiter und plastischer, ohne Dynamore wirkt sie sehr gerichtet. Der Zugewinn kostet allerdings Akkulaufzeit.
Ein Mikrofon fehlt, zum Telefonieren taugt der Motiv Go 2 deshalb nicht.
Bedienung und App des Teufel Motiv Go 2Sechs Tasten auf der Oberseite übernehmen Ein/Aus, Bluetooth, Dynamore, Leiser, Play/Pause und Lauter. Ein doppelter Druck auf Play/Pause springt zum nächsten Titel, ein dreifacher zum vorherigen. Hält man die Bluetooth-Taste gedrückt, startet die Kopplung, ein kurzer Druck wechselt zwischen Geräten oder Quellen.
Die Tastensymbole sind Ton in Ton gehalten, bieten wenig Kontrast und sind deshalb schwer zu erkennen. Die Tasten sind unbeleuchtet, nur kleine Status-LEDs zeigen Akku, Quelle und Dynamore an. Blind ertastet man die richtige Taste erst mit etwas Übung, der Druckpunkt gefällt uns dagegen gut.
Anders als der Vorgänger lässt sich der Motiv Go 2 per App steuern, Teufel Go verlangt dafür kein Konto. Zur Wahl stehen die Presets Neutral, Bass+, Ambient, Podcast, Nacht, Party, Outdoor und Eco. Im eigenen Profil regelt man Bass und Höhen um je fünf Stufen nach oben oder unten, für einen vollwertigen Equalizer reichen zwei Bänder aber nicht.
Teufel Motiv Go 2 Screenshots
Der Eco-Modus begrenzt die Lautstärke, nimmt Tiefbass zurück und sperrt den Equalizer. Daneben wechselt die App die Quelle und steuert Party Link. Sie regelt Systemtöne, LED-Helligkeit, Abschaltautomatik und Multipoint und spielt Firmware-Updates ein. Ab Werk schaltet sich der Lautsprecher nach 10 Minuten ohne Signal ab. Insgesamt ist die App schlicht und übersichtlich, bietet aber deutlich zu wenig Funktionen.
Der Akku des Teufel Motiv Go 2Teufel nutzt einen Lithium-Ionen-Akku, nennt aber keine Kapazität. Der Hersteller gibt die Laufzeit mit bis zu 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke an. Der Akku lädt per USB-C mit Power Delivery (7,5 W bis 30 W). Wer kein passendes Netzteil hat, bekommt bei Teufel ein 30-W-Modell für 20 Euro. Eine LED zeigt den Akkustand in fünf Stufen, die App in Prozent. Als Powerbank arbeitet der Bluetooth-Lautsprecher im Test nicht.
Konnektivität und technische Eigenschaften des Teufel Motiv Go 2Der Motiv Go 2 funkt mit Bluetooth 5.3 und versteht nur SBC und AAC, Auracast fehlt. Per Multipoint hält er zwei Geräte gleichzeitig und merkt sich bis zu sieben. Android-Smartphones koppeln über Google Fast Pair.
Per Party Link spielt der Motiv Go 2 mit bis zu 100 Lautsprechern zusammen, allerdings nur mit Modellen von Teufel. Ein Stereopaar bildet er per Party Link Stereo nur mit einem zweiten Motiv Go 2, der Vorgänger und der Motiv Go Voice sind nicht kompatibel. Mangels eines zweiten Geräts konnten wir das Stereopaar nicht testen.
Über USB-C gibt der Bluetooth-Lautsprecher Musik auch per Kabel wieder. Am Mac klappt das problemlos und klingt etwas detailreicher als über Bluetooth. USB-Audio und Laden teilen sich dieselbe Buchse.
Was kostet der Teufel Motiv Go 2?Der Teufel Motiv Go 2 kostet 235 Euro bei Amazon, verkauft von Teufel und nur in Silver White. Bei Teufel selbst kostet er die UVP von 230 Euro plus 5 Euro Versand, derzeit ebenfalls nur in Silver White. Soft Lavender gibt es nur dort, aktuell ist die Farbe aber nicht erhältlich.
FazitDer Bluetooth-Lautsprecher Teufel Motiv Go 2 ist elegant, hochwertig verarbeitet und klingt ausgewogen. Mit Dynamore spielt er hörbar breit und plastisch, Stimmen kommen klar ins Ohr und der Bass ist für die Größe kräftig. App, USB-C-Audio und Party Link machen ihn vielseitiger als den Vorgänger.
Im Gegenzug fehlen Netzteil, aptX, AUX-Eingang und Mikrofon. Die Tasten sind schwer zu erkennen und unbeleuchtet, die App bietet zu wenig Funktionen. Eine Aufhängung gibt es weiterhin nicht, gegen Wasser schützt ihn nur IPX5.
Wer einen schicken Lautsprecher für Wohnzimmer, Küche und Schreibtisch sucht, bekommt für 235 Euro (Amazon) einen ausgewogen klingenden Begleiter mit breiter Bühne. Klanglich hält der deutlich günstigere JBL Charge 6 (Testbericht) mit. Er liefert mehr Bass, ist nach IP68 geschützt und bringt einen Tragegriff mit, für draußen ist er deshalb die bessere Wahl. Wer bei Teufel bleiben und den Lautsprecher anhängen will, greift zum robusten Rockster Go 2 Fender Edition (Testbericht) mit Tragegurt, muss aber auf Dynamik verzichten.
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