Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken empfängt an diesem Dienstag in der Englischen Woche den souveränen Tabellenführer MSV Duisburg. Was ist drin für den FCS?
Saarbrücken · Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken empfängt an diesem Dienstag in der Englischen Woche den souveränen Tabellenführer MSV Duisburg. Was ist drin für den FCS?
13.10.2026 , 11:00 Uhr
FCS-Trainer Argirios Giannikis sah das 0:0 bei Fortuna Köln als nächste Möglichkeit für sein Team zum Lernen.
Foto: Andreas SchlichterKann der Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken in dieser Saison tatsächlich ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden? Die erste Tendenz könnte das Spiel an diesem Dienstag geben. Um 19 Uhr empfängt der FCS nur drei Tage nach dem schwachen Auftritt beim Aufsteiger Fortuna Köln (0:0) vor erwarteten rund 13.500 Zuschauern (1000 Gästefans) im Ludwigspark Tabellenführer MSV Duisburg – Liveticker heute Abend auf saarbruecker-zeitung.de.
„Duisburg ist eine Herausforderung für uns als junge Mannschaft. Aber wir haben ein Heimspiel, und da ist alles möglich“, ordnet FCS-Trainer Argirios Giannikis das Kräftemessen mit dem Ligaprimus ein.
Das Remis in der Domstadt war laut Giannikis ein gutes Spiel für sein Team zum Lernen: „Die Mannschaft ist nach wie vor neu, im Umbruch und muss Erfahrungswerte sammeln“, erklärt der 46-Jährige. Dennoch „hätten wir gerne gewonnen, die Ambitionen haben wir“, betont der Deutsch-Grieche: „Wir wissen, wo wir herkommen – und wozu der Gegner dann auch in der Lage ist, mit der besten Defensive der Liga zu verteidigen.“ Dazu kam der mehr als schlechte Rasen im Südstadion. „Wenn sich eine Heimmannschaft nach dem Spiel sogar über den eigenen Platz beschwert, dann hat es dementsprechend auch eine Aussagekraft“, findet Giannikis.
Gegen den MSV darf der FCS wieder auf einem besseren Rasen spielen. Leichter wird die Aufgabe dadurch aber nicht. Das Team von Ex-SVE-Trainer Dietmar Hirsch steht nach acht Spielen bei sieben Siegen und 21 Punkten und erlebte am vergangenen Wochenende einen besonderen Samstagnachmittag. Nach einem 0:2-Rückstand gegen die TSG Hoffenheim II drehten die Zebras das Spiel dank des nun schnellsten Hattricks der 3. Liga in nur sechs Minuten von Stürmer Peter Remmert in einen 3:2-Heimsieg.
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„So ein Spiel noch umzubiegen, das geht nur hier und in Hollywood. Das ist unfassbar und unglaublich“, erklärte Hirsch und hofft, dass der MSV auch im Ludwigspark so weitermacht. Doch da haben Giannikis und sein Team etwas dagegen. „In gerade so großen Spielen, da ist man immer besonders heiß und so was können wir auch“, findet FCS-Offensivspieler Kaan Caliskaner.
Ähnlich sieht es FCS-Kapitän Florian Pick. „Da brauchst du nicht reingehen mit irgendeiner Angst. Wir haben gute Wochen hinter uns“, betont der Flügelspieler: „Da sollte man sich freuen als Spieler. Ist doch geil, abends Fußball zu spielen, voller Park zu Hause. Wer da nicht ein bisschen Gänsehaut oder vorher Bauchkribbeln hat, der ist fehl am Platz.“
Fehlen wird auf dem Platz erneut Mittelfeldspieler Patrick Sontheimer. Der Saarbrücker Leistungsträger fällt wie schon in Köln erkältet aus. Ersetzen wird ihn wohl wieder Sebastian Vasiliadis, der gegen die Fortuna erstmals nach seiner Wadenverletzung wieder zum Einsatz kam. Statt wie sonst auf der Acht spielte er diesmal defensiver im Mittelfeld auf der Sechs – wie sonst „Sonti“. Vasiliadis’ Leistung in Köln war dann eher ausbaufähig.
„Ich bewege mich weniger in den Räumen, die mich eigentlich auszeichnen“, erklärte Vasiliadis selbstkritisch: „Ich versuche, daran zu arbeiten, auch in den jetzigen Räumen Schritte nach vorne zu machen, dass wir in unserem System, in unserer Struktur dann auch einfach in Zukunft stärker sind.“
Das Spiel gegen die Top-Mannschaft aus Duisburg sei „natürlich ein absolutes Highlight“, erklärt der 29-Jährige. Den FCS sieht Vasiliadis „nah dran an einer Top-Mannschaft“. Doch was fehlt den Blau-Schwarzen noch dazu? „Ich glaube, dass wir viele Dinge richtig gut machen. Was man aber auch sieht, ist, wenn wir nicht sauber arbeiten, nicht sauber sind in technischen Sachen, dass wir dann Probleme haben“, erklärt der Mittelfeldspieler. Wie weit der FCS in seiner Entwicklung aktuell ist, wird sich an diesem Dienstagabend zeigen. Und auch, ob die Saarbrücker wirklich oben mitspielen können.