Ein Auswanderer baut sich im Norden Spaniens ein weitgehend selbstversorgendes Leben auf. Nun sucht er Helfer für ein entlegenes Sanierungsprojekt in den Bergen.
Ein Auswanderer baut sich im Norden Spaniens ein weitgehend selbstversorgendes Leben auf. Nun sucht er Helfer für ein entlegenes Sanierungsprojekt in den Bergen.
Der 29-jährige Belgier Julien hat sich in der nordspanischen Region Asturien niedergelassen, um künftig weitgehend autark zu leben. Für den Umbau eines alten Anwesens sucht er nun Unterstützung durch Freiwillige, wie aus einer Anzeige auf der Plattform „Workaway“ hervorgeht.
Das Grundstück liegt etwa eine Autostunde von der asturischen Hauptstadt Oviedo entfernt. Langfristig möchte der Auswanderer dort ein naturnahes Projekt mit Tieren und Übernachtungsmöglichkeiten schaffen.
Das Leben in der Bergregion erfordert nach Angaben des Besitzers erhebliche körperliche Anstrengung. Das Gebäude wird netzunabhängig betrieben und bezieht Elektrizität über Solarmodule mit gekoppeltem Batteriespeicher.
„Es handelt sich um ein altes Haus, das gerade renoviert wird; man sollte also nicht erwarten, in einer modernen Unterkunft mit allem städtischen Komfort unterzukommen“, erklärt Julien in seinem Inserat. So sorgt aktuell zum Beispiel ein Holzofen für warmes Wasser. Helfer sollen vor allem beim Materialtransport, der Geländestrukturierung sowie bei handwerklichen Arbeiten mit anpacken.
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Der Alltag vor Ort ist klar strukturiert, wobei die handwerklichen Aufgaben hauptsächlich in den Morgenstunden stattfinden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen steht die verbleibende Zeit den Helfern zur freien Gestaltung bereit.
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„Da mein Wohnort ziemlich abgelegen ist, bevorzuge ich Gastfreiwillige, die eine Woche oder weniger bleiben. (Mindestens vier bis fünf Tage)“, lässt Julien auf „Workaway“ wissen. Helfer mit einem eigenen Fahrzeug oder Vorerfahrung in bergigen Regionen können jedoch auch länger auf dem Hof bleiben.
Auch Ausländer wie der aus Belgien stammende Julien können in Spanien problemlos Immobilien erwerben. Wie der international tätige Immobilienhändler „Engel und Völkers“ erklärt, ist zunächst eine Ausländer-Identifikationsnummer (NIE) erforderlich.
Diese wird bei der Polizei oder Botschaft beantragt. Idealerweise verfügt man außerdem über ein spanisches Bankkonto. Nach der Immobiliensuche folgt ein Hinterlegungsvertrag mit Anzahlung, anschließend werden wichtige Unterlagen wie die „Nota simple“, ein nicht amtlich beglaubigter Grundbuchauszug aus Spanien, und eine Gebäudeinspektion geprüft.
Der Kauf wird schließlich beim Notar mit der öffentlichen Urkunde formalisiert und im Anschluss im Grundbuch eingetragen. Zusätzlich fallen Steuern wie die Grunderwerbsteuer oder die Mehrwertsteuer sowie Notar-, Anwalts- und Bankgebühren an. Käufer sollten einen spezialisierten Anwalt und Steuerberater einschalten und alle Dokumente sorgfältig prüfen lassen.