Nach 40 Jahren als Jazzmusiker widmet sich der Norweger Jon Larsen nun der Suche nach Mikrometeoriten. Mit Besen, Magnet und Plastikbeuteln ist er auf Dächern unterwegs.
Nach 40 Jahren als Jazzmusiker widmet sich der Norweger Jon Larsen nun der Suche nach Mikrometeoriten. Mit Besen, Magnet und Plastikbeuteln ist er auf Dächern unterwegs.
Jon Larsen war 40 Jahre lang Jazzmusiker. Seit 2009 sucht er nach Mikrometeoriten, nach dem Ende seiner Musikerkarriere 2019 widmet er sich der Forschung nun in Vollzeit. Mit Besen, Magneten und Plastikbeuteln sammelt der Norweger nun Staub von Dächern, darunter dem Bauhaus in Valby, dem SAS-Hotel in Kopenhagen und dem Observatorium in Brorfelde.
Die winzigen Gesteinspartikel stammen aus dem Weltall und haben die Reise durch die Erdatmosphäre überstanden. „Ich fühle mich wie ein Schatzsucher, der auf den Dächern nach Schätzen sucht und sie an die Forschung weitergibt“, so Larsen gegenüber dem dänischen Sender Danmarks Radio.
Seit Jahrzehnten sammeln Wissenschaftler Mikrometeoriten an unbewohnten und kontaminationsarmen Orten wie der Antarktis, Grönland oder in Tiefseesedimenten. Als unmöglich galt bislang der Nachweis in besiedelten/urbanen Umgebungen, da anthropogener Industriestaub die außerirdischen Partikel überdeckt. Larsen bewies das Gegenteil.
Larsens neuere Forschungsarbeit (unter anderem in Kooperation mit der Forschungsgruppe um Irep Gözen) zeigte, dass sich hinzugefügte Lipide auf den rauen Oberflächen frischer Mikrometeoriten spontan zu protozellulären Membranstrukturen anordnen können.
Mit seiner Tätigkeit wird Larsen nicht reich, im Gegenteil. „Aus rein finanzieller Sicht ist es eine Katastrophe. Aber aus menschlicher Sicht ist es ein Traum und ein Märchen“, erklärte Larsen Danmarks Radio. Zu seinen Ehren wurden sowohl ein Asteroid als auch ein seltenes Mineral nach ihm benannt.
ANZEIGE
ANZEIGE
Mikrometeoriten gibt es laut dem Portal „Urbane Micrometeorite“ überall, auch in Deutschland. Da täglich tonnenweise kosmischer Staub auf die Erde rieselt, treffen etwa 50 bis 100 Mikrometeoriten pro 100 Quadratmeter Dachfläche pro Jahr ein.
Es gibt sie in Berlin, im Ruhrgebiet, in Bayern und in jeder anderen Region. Die größte Herausforderung ist nicht ihre Existenz, sondern sie zwischen dem ganzen alltäglichen Schmutz und Industriestaub zu finden und zu erkennen
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Julien (29) lebt weitgehend selbstversorgt– jetzt sucht er Helfer in den Bergen | 0 | 7.64 | 19-10-2026 |
| 2 | „Komme völlig ohne Geld aus“: Schwede lebt seit 3 Jahren ohne einen Cent unter dem Vordach von Londoner 244-Millionen-Euro-Villa | 0 | 7.44 | 19-10-2026 |
| 3 | Dette kjem på NRK i haust | 0 | 10 | 13-08-2026 |
| 4 | Мужчину без признаков жизни нашли на крыше дома в Москве | 0 | 10 | 29-07-2026 |
| 5 | 45-åring ny ägare till mindre hus | 0 | 16.25 | 20-10-2026 |
| 6 | «Сначала подумал, что руда»: поисковик в Финляндии случайно наткнулся на клад викингов весом 4,5 килограмма | 0 | 10.33 | 08-09-2026 |
| 7 | Мужчина нашел в холодильнике останки арендаторши | 0 | 10 | 22-09-2026 |
| 8 | Hetebølgene i Europa: – Kan plassere Norge i skuddlinjen for styrtregn | 0 | 5 | 10-07-2026 |
| 9 | Китайский физик предложил конструкцию зонда весом 1 г для изучения чёрной дыры в созвездии Змееносца | 0 | 12.15 | 27-07-2026 |