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Neue Form: Weihnachtsmarkt in Wadgassen findet dieses Jahr statt – mit zahlreichen Änderungen

Дата публикации: 20-10-2026 02:55:00




Jahr für Jahr locken zahlreiche Buden Groß und Klein auf den Wadgasser Weihnachtsmarkt. Nachdem zunächst unklar war, ob er in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, hat der Gemeinderat nun eine Entscheidung getroffen. Mit welchen Änderungen Besucher jetzt jedoch rechnen müssen.



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Neue Form Weihnachtsmarkt in Wadgassen findet dieses Jahr statt – mit zahlreichen Änderungen

Wadgassen · Jahr für Jahr locken zahlreiche Buden Groß und Klein auf den Wadgasser Weihnachtsmarkt. Nachdem zunächst unklar war, ob er in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, hat der Gemeinderat nun eine Entscheidung getroffen. Mit welchen Änderungen Besucher jetzt jedoch rechnen müssen.

20.10.2026 , 04:55 Uhr

Der Wadgasser Weihnachtsmarkt vor dem historischen Hofgebäude aus der Vogelperspektive. Er ist eine beliebte Veranstaltung für Groß und Klein – doch eine Durchführung in der bisherigen Form ist für die Gemeinde nicht ohne Weiteres möglich.

Der Wadgasser Weihnachtsmarkt vor dem historischen Hofgebäude aus der Vogelperspektive. Er ist eine beliebte Veranstaltung für Groß und Klein – doch eine Durchführung in der bisherigen Form ist für die Gemeinde nicht ohne Weiteres möglich.

Foto: Ruppenthal

Lange war unklar, ob die Gemeinde Wadgassen in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt veranstalten kann. Seit dem jüngsten Gemeinderat steht nun jedoch fest: Er findet statt, und zwar wieder am ersten Adventswochenende, vom 27. bis 29. November. Allerdings nicht in altbewährter Form. Denn die Ratsmitglieder haben in der Sitzung zahlreiche Änderungen für einen Testlauf beschlossen, die auch an den Besucherinnen und Besuchern nicht spurlos vorbeigehen dürften.

Gemeinderat beschließt höhere Standgebühr bei Wadgasser Weihnachtsmarkt

Die wichtigste zuerst: Für den Weihnachtsmarkt 2026 führt die Gemeinde testweise eine neue Gebührenstruktur ein. Diese unterscheidet Standbetreiberinnen und Standbetreibern künftig nur noch in zwei statt in drei Kategorien: in Vereine, Institutionen und gemeinnützige Organisationen sowie in gewerbliche und kommerzielle Anbieter.

Mit der neuen Struktur ändert sich laut Beschlussvorlage auch die Standgebühr. Diese liegt regulär nun bei 300 Euro. Vereine, soziale Verbände, Institutionen und gemeinnützige Organisationen erhalten auf die jeweilige Standgebühr einen Rabatt von 20 Prozent, müssen also 240 Euro bezahlen. Für gewerbliche Essens- und Getränkestände beträgt die Standgebühr 300 Euro. Für Deko- und Bastelstände 100 Euro. Bei bestehender Rabattberechtigung, etwa bei einem Verein, reduziert sich die Standgebühr auf 80 Euro.

Zum Vergleich: Bislang war es so, dass die Gemeinde nicht zwischen Vereinen und gewerblichen Anbietern unterschieden hat, sondern nach Art des Angebots. Stände mit Deko- und Bastelartikel zahlten bislang 50 Euro, Stände mit Dekoartikeln und Essen oder Getränken 100 Euro und Stände mit ausschließlich Essen oder Getränken 150 Euro. Da diese Kategorien in der Vergangenheit nach Angaben der Gemeinde „teilweise sehr weit ausgelegt wurden“, plant die Gemeinde die neue Struktur.

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Foto: AFP/ULISES RUIZ

Bustransfer entfällt, Gemeinde bezahlt Nikolausbesuch nicht

Neben einer höheren Standgebühr müssen Vereine und gewerbliche Betreiber zusätzlich noch eine Nebenkostenpauschale entrichten. Diese beträgt für gewerbliche Essens- und Getränkestände 50 Euro, für Deko- und Bastelstände 20 Euro. Auch das Karussell muss eine Standgebühr von 300 Euro und eine Nebenkostenpauschale von 100 Euro zahlen.

Das sind jedoch nicht die einzigen der jüngst beschlossenen Änderungen. Darüber hinaus entfällt der gemeindliche Bustransfer für Besucherinnen und Besucher, da für die vier Adventssamstage im Saarland in diesem Jahr eine freie Anreisemöglichkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr besteht. Außerdem wird der bisher durch die Gemeinde organisierte Nikolausbesuch nicht mehr durch die Gemeinde finanziert. „Eine freiwillige Durchführung durch einen teilnehmenden Verein oder einen Standbetreiber bleibt möglich“, heißt es in der Beschlussvorlage. Zudem ermöglicht die Gemeinde nun den Einsatz von Sponsoring, etwa für benötigte Stromanschlüsse oder für das Aufstellen des Tannenbaums am Abteihof.

Wadgassen will so Ausgaben reduzieren

Mit den testweisen geplanten Änderungen erhofft sich die Gemeinde, ihre finanzielle Situation zu verbessern. Denn wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, sei eine Durchführung in der bisherigen Form aufgrund der derzeit bestehenden haushaltslosen Zeit und der damit verbundenen haushaltsrechtlichen Vorgaben nicht ohne Weiteres möglich. Insbesondere freiwillige Leistungen und Veranstaltungen seien „unter den derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen besonders kritisch hinsichtlich ihrer Notwendigkeit, ihres Umfangs und ihrer finanziellen Auswirkungen zu prüfen“ und auf ein vertretbares Mindestmaß zu beschränken, schreibt die Gemeinde.

Durch die höheren Standgebühren könne sie beispielsweise statt 5.500 Euro schätzungsweise 13.340 Euro einnehmen. Durch den Wegfall des Bustransfers könne Wadgassen überdies 2.200 Euro sparen, durch den Wegfall des Nikolausbesuchs nach Angaben von Bürgermeister Sebastian Greiber weitere 500 Euro. Bei den vorgesehenen Änderungen handle es sich nach Worten von Greiber um Maßnahmen, „die nicht wehtun“.

Verkauf der Tassen ursprünglich geplant

Dabei sieht die Gemeinde noch weiteres Einsparpotenzial. So hatte sie zunächst geplant, die 2.300 Weihnachtsmarkttassen an die Standbetreiber zu verkaufen und diese zu deren Nutzung zu verpflichten. Durch den Verkauf hätte Wadgassen weitere 6.900 Euro einnehmen können. Doch dieser Vorschlag stieß in der Sitzung des Gemeindesrates nicht auf Zuspruch, weshalb für die Tassen erneut das bisherige Pfandsystem gilt.

Obwohl der Gemeinderat bei einer Enthaltung für die Änderungen stimmte, sorgte der Tagesordnungspunkt in der Sitzung für größere Diskussionen (siehe weiteren Bericht). (str)

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