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MELDUNGEN KULTUR - «Wir sind ermattet»: Alice Schwarzer stellt Magazin «Emma» nach 50 Jahren ein

Дата публикации: 21-10-2026 06:15:05

Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.

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Meldungen Kultur

«Wir sind ermattet»: Alice Schwarzer stellt Magazin «Emma» nach 50 Jahren ein

Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.

21.10.2026, 08.15 Uhr

6 Leseminuten

Aktualisiert

Im Dezember 1996 feierte Alice Schwarzer das 20-Jahre-Jubiläum der «Emma».

Im Dezember 1996 feierte Alice Schwarzer das 20-Jahre-Jubiläum der «Emma».

Roland Scheidemann / DPA DC

Alice Schwarzer stellt Magazin «Emma» ein

(dpa) Alice Schwarzer (83) stellt nach 50 Jahren ihr feministisches Magazin «Emma» ein. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde die letzte sein, teilte Schwarzer am Mittwoch (21. 10.) der Deutschen Presse-Agentur in Köln mit. Wirtschaftliche Gründe seien dabei nicht ausschlaggebend. «Sicher, auch unsere Auflage sinkt. Aber unsere Einnahmen decken immer noch die Ausgaben», versicherte Schwarzer in einer Erklärung. «Nein, wir gehen, weil wir meinen: Es reicht!»

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«Emma» habe über drei Generationen hinweg die Stellung gehalten und «gegen so manchen Unsinn im Namen des Feminismus» Position bezogen. «Also gestattet: Jetzt sind wir ermattet.»

Schwarzer gilt als Deutschlands bekannteste Feministin. Die von ihr gegründete «Emma» erschien am 26. Januar 1977 zum ersten Mal. Ihr Motiv dabei beschreibt Schwarzer heute so: «Es war die Frauenfeindlichkeit der von uns Feministinnen so genannten ‹Männermedien›, die mich zu dem Schluss kommen liess, dass wir Journalistinnen ein eigenes Magazin, eine eigene Stimme haben müssten.»

Nun betont Schwarzer, dass «Emma» Deutschland in einem halben Jahrhundert ein Stück verändert habe. Zwei von vielen Themen, über die das Magazin lange «quasi alleine» berichtet habe, seien der sexuelle Missbrauch von Kindern und der Islamismus gewesen. Bei diesen Themen sei «Emma» schon 1978 beziehungsweise 1979 eingestiegen, lange vor den anderen. «Auf zahlreiche weitere Themen – wie zum Beispiel das Ehegattensplitting, der Brustkrebs oder die Genitalverstümmelung – wurden die Medien oft erst aufmerksam durch die Veröffentlichungen in ‹Emma›.»

Zuletzt sei «Emma» das «weltweit letzte und einzige professionelle Publikumsmagazin am Kiosk in Feministinnenhand» gewesen. Ein kleiner Trost: Das «Emma»-Archiv mitsamt Kisten und Kartons, Korrespondenzen und Kampagnen werde vollständig in den Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach aufgenommen und dort Interessierten erschlossen. Damit werde «Emma» letztlich «in die Ewigkeit gehen».

Helene Fischer in der TV-Show «Schlagerboom»  2026.

Helene Fischer in der TV-Show «Schlagerboom»  2026.

Imago

Helene Fischer bringt noch 2026 ein neues Album heraus

(dpa) Schlagerstar Helene Fischer (42) veröffentlicht noch in diesem Jahr ein neues Album. Die Ankündigung platzierte sie am Samstagabend (17. 10.) in der «Schlagerboom»-Show (ARD) von Moderator Florian Silbereisen, die vor mehr als 20 000 Menschen in Dortmund stattfand. Das Album werde «WIR» heissen und am 4. Dezember erscheinen.

Fischer gilt als Deutschlands grösster Showstar. Neue Album-Veröffentlichungen sorgen in der Regel für allerhand Aufsehen. Mit Songs wie «Atemlos durch die Nacht» und «Achterbahn» sind ihr schon etliche Hits gelungen.

Schriftsteller Gerold Späth, 2025 fotografiert in einem Kaffee in Rapperswil.

Schriftsteller Gerold Späth, 2025 fotografiert in einem Kaffee in Rapperswil.

Annick Ramp / NZZ

Autor Gerold Späth im Alter von 86 Jahren gestorben

lip. Der Schweizer Autor Gerold Späth ist tot. Er sei am 14. Oktober, kurz vor seinem 87. Geburtstag, verstorben, wie sein Verlag am Donnerstag (15. 10.) mit Verweis auf die Familie mitteilt.

Gerold Späth wurde 1939 in Rapperswil in eine Orgelbau-Dynastie geboren. Gleich mit seinem ersten Werk, dem Roman «Unschlecht», erreichte er 1970 grosse Aufmerksamkeit. Späth schuf ein breites literarisches Werk, zu dem mehrere Romane und Erzählungen, aber auch Hörspiele, Theaterstücke und sogenannte Künstlerbücher gehören.

Schriftsteller zu sein, bedeute für ihn, das zu machen, was man müsse, sagte er 2025 in einem Interview mit der NZZ. «Das Buch will gemacht werden. Da kann man sich nicht entziehen.»

Sein Verlag bezeichnet Gerold Späth in einer Mitteilung als «Fabulierer von barocker Fülle, voller Sprachlust, derber Komik und abgründiger Melancholie». Mit unbestechlichem Blick und unbändigem Vergnügen am Grotesken habe er der Enge, der Selbstgerechtigkeit und der Doppelmoral der heilen Schweizer Welt nachgespürt. Mit Gerold Späth verliere man einen grossen Erzähler, so der Lenos Verlag.

Die Schauspielerin Lena Dunham will die Serie «Girls» wieder ins Leben rufen.

Die Schauspielerin Lena Dunham will die Serie «Girls» wieder ins Leben rufen.

Daniel Cole / Reuters

Lena Dunham will die Serie «Girls» fortsetzen

(dpa) Die amerikanische Schauspielerin und Drehbuchautorin Lena Dunham (40) bringt «Girls» zurück. Die Hit-Serie, die 2017 nach sechs Staffeln endete, soll mit fünf Folgen fortgesetzt werden, wie Dunham und HBO am Mittwoch (14. 10.) ankündigten. Die Produktion ist für 2027 vorgesehen und soll beim Streamingdienst HBO Max laufen.

Dunham ist Schöpferin und eine der Hauptdarstellerinnen der Comedy-Serie, die von 2012 bis 2017 lief. «Girls» drehte sich um vier junge Frauen in New York. Neben Dunham spielten Allison Williams, Jemima Kirke und Zosia Mamet in der Serie mit. In einem Videochat enthüllt Dunham nun, wer von damals wieder dabei sein wird. Williams, Kirke und Mamet sowie Andrew Rannells sind dabei. Es gibt aber keinen Hinweis auf eine Rückkehr von Adam Driver, der in der Original-Serie den Freund von Dunhams Figur Hannah spielte.

Dieter Glawischnig gestorben

(dpa) Der langjährige Chefdirigent der Big Band des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Dieter Glawischnig, ist tot. Der Jazzpianist, Komponist und Hochschullehrer starb am 1. Oktober im Alter von 88 Jahren, wie die Landesrundfunkanstalt und die Kunstuniversität Graz mitteilten.

Glawischnig wurde am 7. März 1938 in Graz geboren. Er spielte bereits mit fünf Jahren Akkordeon und wechselte dann ein Jahr später zum Klavier. Mit 13 Jahren kam die Trompete hinzu. Die erste Berührung mit dem Jazz hatte Glawischnig wegen der Stationierung der Engländer in Graz.

Glawischnig studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Graz, wo er 1964 promovierte. An der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz studierte er im Anschluss Klavier, Trompete und Posaune und erwarb 1968 das Kapellmeister-Diplom.

Haftbefehl in Mannheim, 2026.

Haftbefehl in Mannheim, 2026.

Imago

«Ärztliche Aufsicht»: Konzerte von Rapper Haftbefehl abgesagt

(dpa) Der Rapper Haftbefehl muss wegen gesundheitlicher Probleme geplante Shows absagen. Das teilte sein Bruder Cem Anhan in einer einminütigen Videobotschaft am Montag auf Haftbefehls Instagram- und Tiktok-Account mit. «Er befindet sich gerade unter ärztlicher Aufsicht und muss sich gerade voll und ganz auf seine Gesundheit konzentrieren», sagte Cem Anhan.

Sein Bruder könne gerade nicht selbst zu seinen Fans sprechen. Man habe als Familie entschieden, «seine angesagten Konzerte abzusagen». Cem Anhan entschuldigte sich in dem Video bei den Fans. Man wisse, dass viele enttäuscht seien, aber bitte, die Entscheidung zu respektieren. Haftbefehl hätte im Oktober in Düsseldorf und Berlin auf der Bühne stehen sollen. Der Musiker kämpft seit längerem mit gesundheitlichen Problemen. Laut Informationen der Zeitung «Bild» befindet er sich in einer Schweizer Klinik.

Illustration Simon Tanner / NZZ

Die Emmys werden nicht mehr im Fernsehen übertragen

ice. Nach Jahrzehnten im klassischen amerikanischen Fernsehen wechseln die Emmy Awards ins Streaming. Ab 2027 wird die wichtigste amerikanische Fernsehpreisverleihung bei Prime Video übertragen, wie die Television Academy am Dienstag (6. 10.) mitteilte.

Die Preise sollen darüber aber ohne Abo anzusehen sein und weiter im September verliehen werden, hiess es. Es handele sich zunächst um eine sechsjährige Vereinbarung. Die Partnerschaft stelle sicher, «dass die wichtigsten Auszeichnungen im Fernsehen sich auch weiterhin an die sich wandelnde Medienlandschaft anpassen und die Zukunft des Fernsehkonsums mitgestalten», hiess es zur Begründung.

Von Archers Werken verkauften sich mehr als 300 Millionen Exemplare.

Von Archers Werken verkauften sich mehr als 300 Millionen Exemplare.

Matt Dunham / AP

Bestsellerautor Jeffrey Archer mit 86 Jahren gestorben

(dpa) Der britische Bestsellerautor Jeffrey Archer ist tot. Archer sei im Alter von 86 Jahren am Montag (5. 10.) «plötzlich und friedlich zu Hause» gestorben, schrieb sein Verlag in einer Mitteilung.

Von Archers Werken verkauften sich laut dem Sender BBC mehr als 300 Millionen Exemplare. Sein letztes Buch «Adam und Eva» hatte Archer noch fertiggestellt. Sein Verlag HarperCollins nannte ihn einen «meisterhaften Geschichtenerzähler», dem seine Leserinnen und Leser alles bedeutet hätten.

Seinen Durchbruch hatte Archer mit 34 Jahren mit dem Roman «Es ist nicht alles Gold, was glänzt». Er half ihm, dem Bankrott zu entgehen, wurde innerhalb eines Jahres in 17 Ländern veröffentlicht und verkaufte sich knapp 30 Millionen Mal.

Als sein bekanntestes Werk gilt «Kain und Abel» aus dem Jahr 1979. Über 100 Millionen Menschen lasen das Epos über zwei ungleiche Männer, die am gleichen Tag geboren wurden. Es wurde in 42 Sprachen übersetzt und in mehr als 100 Ländern veröffentlicht.

Unterbrochen wurde seine Karriere im Jahr 2001 durch eine Gefängnisstrafe. Archer hatte 14 Jahre zuvor ein Gericht im Rechtsstreit mit der Zeitung «Daily Star» über ein Alibi belogen und wurde nachträglich wegen Meineids und Behinderung der Justiz angeklagt. Zwei Jahre der vierjährigen Gefängnisstrafe sass er damals ab.

Der in London geborene Schriftsteller verfolgte auch eine politische Karriere und sass für die Konservative Partei zunächst im britischen Unterhaus. Zeitweilig war er sogar ihr stellvertretender Vorsitzender. Bis 2024 gehörte er dann dem britischen Oberhaus an. Zum Nachruf

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