Für Gutverdiener wird die Krankenversicherung teurer. Wer besonders viel verdient, zahlt auch mehr für die Rentenversicherung. Es kann um Hunderte Euro gehen.
Für Gutverdiener wird die Krankenversicherung teurer. Wer besonders viel verdient, zahlt auch mehr für die Rentenversicherung. Es kann um Hunderte Euro gehen.
Wer mehr als 5812,50 Euro brutto im Monat verdient und gesetzlich versichert ist, muss ab 2027 mehr Geld für seine Krankenversicherung zahlen. Ab 8850 Euro Verdienst steigt auch der Beitrag für die Rentenversicherung. Eine entsprechende Verordnung des Bundessozialministeriums lag am 7. Oktober dem Bundeskabinett vor – das sie durchgewunken hat.
Arbeitnehmer, deren Einkommen oberhalb dieser Grenzen liegt, haben eine monatliche Mehrbelastung von etwa 102 Euro. Gleichzeitig steigt der Arbeitgeberanteil – die zusätzliche Belastung für einen solchen Arbeitsplatz liegt also bei rund 200 Euro monatlich. „N-tv“ berichtet, dass Kinderlose eine noch höhere Belastung zu erwarten haben, weil ihr Zuschlag zur Pflegeversicherung ebenfalls steigen könnte.
Achtung: Es sind nur Versicherte betroffen, deren Einkommen bereits oberhalb der bisherigen Grenzen liegt. Ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer mit einem Kind, der auch 2027 noch mehr verdient als die neuen Grenzen angeben, soll pro Jahr eine Mehrbelastung von 1220 Euro haben.
Hinter dieser Erhöhung steckt die Beitragsbemessungsgrenze. Je höher die Bruttolöhne sind, umso höher liegt die Beitragsbemessungsgrenze. Diese legt fest, bis zu welcher Grenze des Monatsgehalts Beiträge fällig werden. Vom Gehalt, das über dieser Grenze liegt, werden keine Beiträge mehr abgezogen.
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In der Krankenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze auf 6375 Euro und bei der Rente auf 8850 Euro (von 8450 Euro). Die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen richten sich nach dem Lohnanstieg des Vorjahres, also in diesem Fall 2025. Weil die Bruttolöhne um 4,38 Prozent zulegten, folgen die Beitragsbemessungsgrenzen.
Speziell in der Krankenversicherung steckt dieses Mal auch eine zusätzliche Anhebung um 300 Euro. Diese geht auf das Gesundheitssparpaket zurück, das die Koalition im Sommer vereinbart hatte.
Zuletzt soll auch die Beitragsgrenze der Pflegeversicherung steigen. Geplant ist ein Anstieg auf 6375 Euro. So steht es im Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes, das das Kabinett schon Ende September beschlossen hatte. Allerdings muss der Bundestag noch zustimmen.
Das Pflegeneuordnungsgesetz bedeutet für viele Beschäftigte eine höhere Beitragsbelastung, besonders sind aber Kinderlose betroffen. Der Zuschlag, den allein sie tragen, steigt zum Jahreswechsel von 0,6 Prozent auf 0,9 Prozent. Wer oberhalb aller Bemessungsgrenzen verdient, hat eine Mehrbelastung von 124 Euro pro Monat, verglichen mit den Werten von 2026.
Der aktuelle Stand: Ehe die jährliche Anpassung offiziell wird, muss der Bundesrat zustimmen. Das gilt aber als Formsache. (mit dpa)
„Reaktion wird sein: Weniger arbeiten, am Ende mehr haben“
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