Die Gemeinde Nalbach vermittelt über 100 Schulpatenschaften in ihre Partnerkommune Assié-Koumassi in der Elfenbeinküste. Mit 80 Euro jährlich werden Schulgeld, Uniformen und Material finanziert. Viele Kinder erhalten so erstmals Zugang zu Bildung.
Nalbach · Die Gemeinde Nalbach vermittelt über 100 Schulpatenschaften in ihre Partnerkommune Assié-Koumassi in der Elfenbeinküste. Mit 80 Euro jährlich werden Schulgeld, Uniformen und Material finanziert. Viele Kinder erhalten so erstmals Zugang zu Bildung.
Lazare Tano (Mitte), Ortsvorsteher der Nalbacher Partnerkommune Assié-Koumassi in der Elfenbeinküste, mit Schulkindern, die sich über die Unterstützung aus Nalbach freuen.
Foto: Lazare TanoMehr als 100 Schulpatenschaften hat die Gemeinde Nalbach im vergangenen Schuljahr an ihre Partner-Kommune Assié-Koumassi in der Elfenbeinküste vermittelt. Dies bestätigt die Gemeindeangestellte Christine Sinnwell-Backes. Sie beschäftigt sich im Rathaus unter anderem mit der Nord-Süd-Partnerschaft, die Nalbach 2018 während des Projektes „Global nachhaltige Kommunen“ eingegangen war. „Mit 80 Euro pro Schuljahr unterstützen die Schulpatinnen und Schulpaten aus der Gemeinde Nalbach und Umgebung Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren, um Schuluniformen sowie Schulmaterialien zu kaufen“, sagt Sinnwell-Backes. Auch das in der Elfenbeinküste fällige Schulgeld sei in dem gespendeten Patenschaftsbetrag mit abgedeckt.
Ein Großteil der Bevölkerung der Kommune Assié-Koumassi, die mitten im Dschungel liegt, sind Kinder und Jugendliche. Dort können viele Eltern das Schulgeld nicht aufbringen oder benötigen die Kinder schon in jüngsten Jahren für die Arbeit auf den Feldern. Auch fehle bei den Einheimischen häufig das Geld für den Kauf von Schulbekleidung oder Schulmaterialien, stellte Sinnwell-Backes 2023 bei ihrem Besuch in der Elfenbeinküste fest. Erschwerend komme hinzu, dass sich die mit 40 bis 60 Schülern überfüllten Klassenräume meist in einem desolaten Zustand befinden und Hefte sowie Schulbücher kaum noch brauchbar sind.
Die Gemeindeangestellte Christine Sinnwell-Backes registriert im Nalbacher Rathaus Adressen von Menschen, die Schulpatenschaften für Kinder in der afrikanischen Partnerkommune übernehmen wollen. Im Hintergrund ist eine Auswahl von Fotos mit Schülern aus Assié-Koumassi zu sehen.
Foto: Dieter Lorig„Die von uns vermittelten Schulpatenschaften ermöglichen es, dass Kinder aus ärmsten Familien in unserer afrikanischen Partnerkommune eine Chance auf Bildung erhalten“, betont Sinnwell-Backes. Bürgermeister Jörg Laub sieht es so: „Die Patenschaft mit der Elfenbeinküste ist für die Gemeinde Nalbach und für Assié-Koumassi ein Erfolgsmodell.“ Innerhalb der Nord-Süd-Partnerschaft sei das vergangene Jahr genutzt worden, um in Assié-Koumassi mit deutschen Fördergeldern ein Kinderschutzzentrum, vergleichbar mit einem Kindergarten, zu bauen. Dort würden auch jüngere Kinder sicher betreut werden und täglich ein Mittagessen erhalten. „Auch ich habe seit einigen Jahren ein afrikanisches Patenkind und freue mich sehr, einem Jungen in der Elfenbeinküste eine gute Schulbildung zu ermöglichen“, sagt der Nalbacher Bürgermeister.
Ansprechpartner für das Schulpatenprojekt in Assié-Koumassi ist der dortige Ortsvorsteher Lazare Tano. Er sucht die Kinder aus, die auf eine Schulpatenschaft angewiesen sind. „Mit jeder Patenschaft verändern wir nicht nur die Zukunft des Kindes, sondern die der ganzen Familie“, schwärmt Annette Weyand, Vorsitzende des Nalbacher Afrikavereins Akwaba Tchiambié.
Weitere Infos bei Christine-Sinnwell Backes, Tel: (0 68 38) 9 00 21 06 oder per Mail an: c.sinwell-backes@nalbach.de