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2:4-Heimniederlage gegen Rostock: FCS zahlt Lehrgeld bei Hansa-Standards

Дата публикации: 30-08-2026 15:35:00




Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken verliert sein Heimspiel gegen Rostock mit 2:4. Gedenken an verstorbene Anhänger.



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2:4-Heimniederlage gegen Rostock FCS zahlt Lehrgeld bei Hansa-Standards

Update | Saarbrücken · Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken verliert sein Heimspiel gegen Rostock mit 2:4. Gedenken an verstorbene Anhänger.

30.08.2026 , 17:35 Uhr

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Hansa Rostock siegt beim 1. FC Saarbrücken

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Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland/IMAGO/Sebastian Bach

Es gibt Fußballspiele, bei denen die Stimmung im Stadion schon eine halbe Stunde vor Anpfiff extrem aufgeheizt ist, in freudiger Erwartung auf das, was in den 90 Minuten plus Nachspielzeit auf dem Rasen so passieren wird. Beim Heimspiel des 1. FC Saarbrücken am Sonntagnachmittag gegen den FC Hansa Rostock im Saarbrücker Ludwigsparkstadion, dass der FCS am Ende mit 2:4 (Halbzeit 0:1) verlor, war das komplette Gegenteil der Fall.

Zu präsent waren die Erinnerungen an den dramatischen Todesfall beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams im Mai 2026, als ein Hansa-Fan von der Tribüne gestürzt war und fünf Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen war.

Auch die Kurve der Blau-Schwarzen schwieg zu Beginn des Spiels 19:03 Minuten lang

Die organisierte Fanszene der Rostocker hatte schon vor dem Spiel angekündigt, im Gedenken an den verstorbenen Kollegen die Anfeuerungsrufe während der 90 Minuten zu unterlassen, zwei bengalische Feuer leuchteten stattdessen kerzengleich im Fanblock. An der Stelle, an der der Rostocker zu Tode gekommen war, konnten die Anhänger ihres verstorbenen Freundes gedenken, und Niklas Quint, Fanvertreter im Aufsichtsrat des FCS, legte mit Vertretern der Virage Est einen Kranz nieder.

Auch die Kurve der Blau-Schwarzen schwieg zu Beginn des Spiels 19:03 Minuten lang. Während vor dem Rostocker Block ein Banner mit „Ruhe in Frieden, Moritz“, aufgespannt war, konnte man vor der Virage Est „Ruhe in Frieden B.“ lesen – beim Pokalspiel des FCS gegen Hertha BSC vor einer Woche war ein Saarbrücker Anhänger nach einem medizinischen Notfall verstorben.

FCS-Trainer Argirios Giannikis ändert seine Startelf auf zwei Positionen

So ging es still, fast andächtig, aber vor allem würdevoll in ein Spiel, für das FCS-Trainer Argirios Giannikis seine Startelf auf zwei Positionen geändert hatte. Stürmer Kai Brünker durfte nach zwei Toren aus den ersten zwei Ligaspielen erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Christian Kühlwetter, der unter der Woche „etwas müde“ (Giannikis) gewirkt hatte, saß ebenso auf der Bank wie Abdenego Nankishi, für den Seung-Joon Lee begann.

Der Südkoreaner sollte sich gegen Hansa defensiv stärker einbringen, als das zuletzt Nankishi getan hatte. Das war auch vonnöten, denn auf seiner Seite brachte Ex-FCS-Jugendspieler Florian Bohnert ordentlich Offensivdrang mit. Der Luxemburger lieferte sich einige heiße Duelle mit Lee, holte sich früh in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte ab. Großchancen waren Mangelware, ein Volleyschuss von Niko Bret­schneider (2. Minute) wurde geblockt, und der erst 18 Jahre alte Alexander Staff schloss mit einem Schuss aus 18 Metern überhastet ab, obwohl er freie Bahn zum Tor hatte.

FCS-Torhüter Bignetti sah bei 0:1 nicht sonderlich gut aus

Wenn bei Rostock offensiv was ging, dann über die rechte Abwehrseite des FCS – so wie in der 32. Minute, als Leon Dajaku sich den Ball schnappte und mit Tempo zum Strafraum zog, dort FCS-Kapitän Florian Pick ausstiegen ließ und die Kugel zur 1:0-Halbzeitführung für Hansa ins lange Eck zog. FCS-Torhüter Matteo Bignetti sah dabei nicht sonderlich gut aus.

Halbzeit zwei begann wieder mit dem Privatduell Lee gegen Bohnert – und diesmal setzte sich Lee mit seinem Tempo durch, auch weil der bereits verwarnte Bohnert nicht mehr so zulangen konnte, drang in den Strafraum ein und tunnelte Hansa-Torhüter Luca Unbehaun zum 1:1-Ausgleich (47.). Acht Minuten später sie schnelle Hansa-Antwort: 1:0-Torschütze Dajaku sagte eine Eckballvariante auf den kurzen Pfosten an, Philip Fahrner sprang nicht hoch genug, und Florian Carstens köpfte zur 2:1-Führung für Rostock ein.

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Diese bekannten Fußballer trugen das Trikot des 1. FC Saarbrücken

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Foto: picture alliance / dpa/Frank Kleefeldt

In der 2. Halbzeit wurde es wild im Park

Jetzt wurde es wild im Park. Giannikis reagierte, brachte mit Nankishi, Christian Kühlwetter und Kelsey Owusu für Brünker, Lee und Staff einen komplett neuen Sturm. Kühlwetter holte sich nach 20 Sekunden übermotiviert die Gelbe Karte ab, der aus dem Foul resultierende Freistoß flog in den FCS-Sechzehner, Nankishi zog seinen Gegenspieler am Trikot, Schiedsrichter Michael Bacher zeigte auf den Elfmeterpunkt. Hansa-Kapitän Kenan Fatkic verwandelte sicher zum 3:1 (60.). 15 Minuten später die gleiche Eckball-Variante, diesmal vom eingewechselten Marco Schuster, und in der Mitte sprang Lukas Wallner höher mit dem Kopf als FCS-Torhüter Bignetti mit den Händen – 1:4, die Vorentscheidung.

Es blieb turbulent, und der FCS warf nun noch mal alles nach vorne. Co-Trainer Gaetan Krebs sah die Rote Karte und musste auf die Tribüne, weil er sich über einen aus seiner Sicht nicht gegebenen Elfmeter nach vermeintlichem Foul an Owusu erregte, und Kapitän Pick traf aus 13 Metern satt ins rechte Eck zum 2:4 (76.). Danach bissen sich die Saarbrücker aber an der Rostocker Abwehr die Zähne aus.

„Wir verlieren unnötig durch zwei identische Eckbälle und einen Freistoß, wo wir nicht in Position sind“, analysierte FCS-Trainer Giannikis, „wir waren aus dem Spiel heraus die bessere Mannschaft, hatten mehr Torchancen, hatten mehr Ballbesitz. Das ist natürlich ärgerlich. Heute haben wir Lehrgeld bezahlt.“ Mit der Schiedsrichterleistung war Giannikis nicht zufrieden. „Ein paar Abseitssituationen waren aus meiner Sicht ziemlich grenzwertig“, sagte Giannikis, „und wenn ich sehe, wie oft Nankishi am Trikot gezogen wird und das nicht geahndet wird, aber von uns jeder Stupser gepfiffen wird, dann war das in der Summe einfach zu viel.“

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