Während andere noch schlafen, macht sich Rentner Robert an die Arbeit. Mit 71 Jahren kümmert er sich um Lebensmittel auf einem Markt in New York.
Während andere noch schlafen, macht sich Rentner Robert an die Arbeit. Mit 71 Jahren kümmert er sich um Lebensmittel auf einem Markt in New York.
Mit 71 Jahren hat Robert Solomon seinen Traumjob gefunden – und der riecht nach frischem Obst und Gemüse. Jeden Morgen steht er gegen 5:30 oder 6 Uhr auf, rollt die Wagen in den Hof und sortiert die Ware.
Der Rentner arbeitet als Assistenz-Einkäufer für einen unabhängigen Markt in New York. „Ich liebe die Möglichkeit, körperliche, kreative Arbeit mit Körper, Händen und Geist zu leisten. Ich arbeite härter als in meinen Dreißigern“, sagte er dem britischen „Guardian“.
Solomon ist eher zufällig im Lebensmittelhandel gelandet. In seinem Berufsleben war er unter anderem Hausmaler, Handwerker, Möbeltischler und Mitarbeiter einer gemeinnützigen Organisation. Er versuchte sich auch als Programmierer, interreligiöser Prediger und Pflegefachkraft – mit eher durchwachsenem Erfolg. Heute schätzt er gerade das Unaufgeregte an seiner Arbeit: Sie verlangt Aufmerksamkeit, hält ihn körperlich aktiv und lässt wenig Raum für Fantasien über Ruhm und Karriere.
Zwar war der Job anfangs anstrengend, doch inzwischen fühlt er sich dadurch stärker, ruhiger und sogar körperlich fitter. „Es gibt keine Garantien, wie lange ich arbeiten kann. Aber ich denke, das ist die beste Anstellung, die ich je hatte. Es ist eine Wertschätzung guter Dinge.“
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Wie bei Robert Solomon ist es auch in Deutschland für viele ältere Menschen mit dem Erhalt des Rentenbescheids noch lange nicht vorbei. Einige Rentner helfen noch einige Stunden in ihrem früheren Betrieb aus, betreuen Kunden oder führen ihr Unternehmen weiter. Manche vermissen die Aufgabe und die Kollegen. Andere können auf den zusätzlichen Verdienst schlicht nicht verzichten.
Dieses Nebeneinander von Rente und Beruf kommt in Deutschland immer häufiger vor. Im Jahr 2025 arbeiteten noch 14 Prozent der Rentner zwischen 65 und 74 Jahren. Ein Jahr zuvor waren es 13 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
Männer waren mit 16 Prozent deutlich häufiger erwerbstätig als Frauen mit elf Prozent. Das zeigen die Erstergebnisse des Mikrozensus 2025, für den rund ein Prozent der Bevölkerung befragt wird. Erfasst sind Menschen mit gesetzlicher Altersrente. Pensionen und andere Rentenarten gehören nicht zu dieser Auswertung.