Sport unter freiem Himmel bekommt im St. Wendeler Land ein Update: In Namborn und Oberthal entstehen Pilotanlagen für smarte Fitness im Freien. Was die Parks können und wann es losgehen soll.
Oberthal · Sport unter freiem Himmel bekommt im St. Wendeler Land ein Update: In Namborn und Oberthal entstehen Pilotanlagen für smarte Fitness im Freien. Was die Parks können und wann es losgehen soll.
30.06.2026 , 18:00 Uhr
So oder so ähnlich könnten die neuen Outdoor-Fitnessparks im St. Wendeler Land aussehen: Die Visualisierung zeigt moderne, barrierefreie Fitnessgeräte im Freien.
Foto: Ralf MohrMit der feierlichen Unterzeichnung sogenannter Gestattungsverträge im Landratsamt schaffen der Landkreis St. Wendel sowie die Gemeinden Oberthal und Namborn die Grundlage für neue Outdoor-Fitnessparks. Landrat Udo Recktenwald, Oberthals Bürgermeister Björn Gebauer und Namborns Bürgermeister Sascha Hilpüsc besiegeln damit die Einrichtung der Anlagen in den beiden Gemeinden.
Vorausgegangen waren entsprechende Beschlüsse in den jeweiligen Gremien. „Die Unterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von der Planung in die bauliche Umsetzung“, konstatierte dazu auch Landrat Udo Recktenwald.
Die „OutFit“ betitelte Maßnahme ist ein Projekt des Smart Wendeler Landes, dem vom Bund geförderten Digitalisierungsvorhaben im St. Wendeler Land. Ziel der „OutFit“-Maßnahme ist die Errichtung moderner, barrierearmer, multifunktionaler und digital ausgestatteter Outdoor-Fitnessanlagen im öffentlichen Raum.
Bürgermeister Björn Gebauer (Oberthal), Landrat Udo Recktenwald und Bürgermeister Sascha Hilpüsch für die Gemeinde Namborn (sitzend von links) unterzeichneten im Landratsamt die Gestattungsverträge für die neuen Outdoorfitnessparks. Katrin Schmitt und Philipp Reis vom Smart Wendeler Land (hinten von links) erläuterten zuvor das Projekt.
Foto: Ralf Mohr„Vorgesehen sind moderne Outdoor-Fitnessgeräte, darunter Geräte mit digitalen Komponenten, digitale Trainingsunterstützung, QR- beziehungsweise appbasierte Übungsanleitungen sowie perspektivisch die Nutzung aggregierter Nutzerdaten zur Weiterentwicklung des Angebots“, erläuterte Philipp Reis zusammen mit Katrin Schmitt vom Smart Wendeler Land.
Vorbild für das neuartige Fitnessprojekt sind vergleichbare Anlagen, die etwa in Kalifornien seit Jahren erfolgreich genutzt werden. An den Stränden des Pazifiks ist Outdoor-Fitness längst fest etabliert. Nun sollen auch die Menschen im St. Wendeler Land, besonders die Vereine, von solchen Angeboten profitieren. Dabei kommt moderne digitale und innovative Technik zum Einsatz, um die „Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu fördern“, wie Philipp Reis von Smart Wendeler Land erläutert.
Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:
20.07.2026
Mindestens zwei Fitnessgeräte mit digitalen Komponenten sollen dabei jeweils zum Einsatz kommen. Moderne App-Anwendungen mit standortspezifischen Trainingsprogrammen und Übungsanleitungen spannen dabei den Bogen vom Sport zur smarten Umgestaltung des St. Wendeler Landes zum Smart Wendeler Land.
Mithilfe modernster Sensorik können dabei auch Rückschlüsse über das Nutzungsverhalten vor Ort gesammelt werden, um das Angebot zu optimieren und den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Die ersten Anlagen in Namborn und Oberthal entstehen als Pilotstandorte. Die Gemeinden stellen dabei die Flächen zur Verfügung. Der Landkreis übernimmt als Projektträger die Planung, Ausschreibung, Vergabe und Einrichtung der Anlagen.
Die Kosten für die Projektierung, Tiefbaumaßnahmen und Montage werden im Rahmen von Smart-Cities-Maßnahmen durch den Landkreis getragen. Nach Fertigstellung, technischer Prüfung und Abnahme der Anlagen gehen diese in das Eigentum der jeweiligen Gemeinde über.
Die Gemeinden übernehmen im Anschluss Betrieb, Wartung, Pflege und Instandhaltung sowie die allgemeinübliche Verkehrssicherung. Baubeginn ist im August.
Mit der Abnahme und Eröffnung der beiden Outdoor-Fitnessparks in Namborn und Oberthal wird im Oktober oder spätestens im November gerechnet. Weitere Anlagen in Freisen und Tholey sind bereits angedacht. Nonnweiler und Nohfelden sehen in ihren Gemeinden keinen Bedarf für derartige Einrichtungen. (hcr/lwg)