Oberthal bekommt 305.248 Euro aus GAK-Mitteln für die Flurbereinigung in Steinberg-Deckenhardt. Was am Leißbach und am Weg konkret passiert ist, zeigt der Termin vor Ort.
Steinberg-Deckenhardt · Oberthal bekommt 305.248 Euro aus GAK-Mitteln für die Flurbereinigung in Steinberg-Deckenhardt. Was am Leißbach und am Weg konkret passiert ist, zeigt der Termin vor Ort.
10.05.2026 , 16:50 Uhr
Bei der Scheck-Übergabe zur Flurbereinigung in Steinberg-Deckenhardt (von links): Kai-Uwe Thode (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft), Umweltministerin Petra Berg, Bürgermeister Björn Gebauer, Pascal Lermen (LVGL), Ortsvorsteherin Inken Ruppenthal, Landtagsabgeordneter Christopher Salm, Heinz-Detlev Puff (Gemeinderat).
Foto: Daniel Bittner/MUKMAVUmweltministerin Petra Berg (SPD) hat sich kürzlich unter anderem mit Oberthals Bürgermeister Björn Gebauer (SPD) zu einem Vor-Ort-Termin im Ortsteil Steinberg-Deckenhardt getroffen. Anlass dafür war der Ausbau des Weges im Bereich der Waldritter-Anlage und Hirschhausen. Berg kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte symbolisch einen Scheck über 305.248 Euro für die dortige Flurbereinigung.
Umweltministerin Petra Berg im Gespräch mit Oberthals Bürgermeister Björn Gebauer.
Foto: Julia Raber/Gemeinde Oberthal60 Prozent dieser Förderung stammen aus Bundesmitteln für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) und 40 Prozent aus GAK-Mitteln des Landes. Wie ein Sprecher des Ministeriums weiter mitteilt, belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf 381.560 Euro. Somit verbleibt bei der Gemeinde Oberthal ein Eigenanteil von knapp 77.000 Euro. „Es ist immer schön, wenn es Unterstützung finanzieller Art gibt“, sagt Gebauer im SZ-Gespräch. Die Flurbereinigung sei generell eine gute Sache. Jedoch oft auch ein langwieriger Prozess.
Was das Projekt in Steinberg-Deckenhardt betrifft, so gehört zu den wesentlichen Maßnahmen die Gewässerrenaturierung des Leißbachs, der auf einer Länge von 115 Metern im Bereich eines Fichtenwaldes offengelegt wurde. Außerdem wurde ein 152 Meter langes, naturnahes Bachbett unter Erhalt wertvoller Altbäume und Borstgrasrasen-Biotope angelegt. Darüber hinaus wurde der Weg nach Angaben des Ministerium-Sprechers auf einer Strecke von mehr als 400 Metern in Asphalt ausgebaut. Das gewährleiste die Wasserführung und verhindere den zuvor problematischen Schottereintrag in den Leißbach. Eine Kurvenverbreiterung mit Rasengittersteinen habe eine bessere Befahrbarkeit zur Folge. Wie der Sprecher abschließend erläutert, sei zur Kompensation und ökologischen Aufwertung zudem ein Fichtenforst durch Pflanzungen in einen standortgerechten Laubwald umgewandelt worden.
„Mit dem Abschluss zentraler Baumaßnahmen – von der Modernisierung der Infrastruktur bis hin zur ökologischen Aufwertung unserer Gewässer – setzen wir ein deutliches Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums“, sagt Umweltministerin Berg. „Gerade im Kontext des Klimaschutzes trägt die Flurbereinigung dazu bei, Flächen gezielt für Maßnahmen wie Aufforstung, die Renaturierung von Bächen oder die Anlage von Hecken und Feldgehölzen bereitzustellen.“ Flurbereinigung eröffne die Möglichkeit, Landschaften nicht nur effizienter, sondern auch widerstandsfähiger und ökologisch wertvoller zu gestalten.