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Der große Traum: Einmal im Leben auf die Seychellen

Дата публикации: 26-08-2026 22:02:00

Glatte Granitfelsen im glasklaren Wasser, Traumstrände, Riesenschildkröten – wer an die Seychellen denkt, hat diese Bilder im Kopf. Tatsächlich findet man hier genau das. Aber die Inseln im Indischen Ozean bieten so viel mehr.

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Glatte Granitfelsen im glasklaren Wasser, Traumstrände, Riesenschildkröten – wer an die Seychellen denkt, hat diese Bilder im Kopf. Tatsächlich findet man hier genau das. Aber die Inseln im Indischen Ozean bieten so viel mehr.

Das Rauschen! Die Farben! Es glitzert smaragdgrün, dann türkis, Richtung Horizont ins Marineblau übergehend. Im glasklaren Wasser drehen Fische quirlig ihre Runden und verschwinden zwischen hellbraunen Granitfelsen. Wie gigantische Findlinge ragen die runden, glatten Steinriesen aus dem Meer vor der Küste Ostafrikas.

Die Seychellen: Traum von der einsamen, paradiesischen Insel

Die Füße in den weißen, feinpulvrigen Sand gesteckt, genießt man den von der See hereinkommenden Wind und trinkt Kokoswasser aus einer Nuss, die ein Einheimischer gerade mit einer Machete geöffnet hat. Sein aus ein paar Hölzern zusammengenagelter Stand heißt „Crusoe Beach Bar“, angelehnt an die Romanfigur Robinson Crusoe.

Der Name des Schiffbrüchigen steht bis heute für den Traum von der einsamen, paradiesischen Insel. Und hier, auf La Digue, am weltberühmten Strand „Anse Source d’Argent“, kommt man diesem Traum sehr nahe. La Digue liegt im Indischen Ozean und ist eine von 115 Inseln der Seychellen.

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Traumhafter Strand mit den typischen Granitfelsen im Norden der Seychellen-Insel La Digue. Fol

Die Seychellen zählen für viele Menschen zu den absoluten Sehnsuchtszielen. Jeder, der im Internet nach den schönsten Plätzen der Erde googelt, stößt auf Bilder des Archipels. Und es dürfte kaum jemanden geben, der nicht davon träumt, die Inselgruppe zumindest einmal im Leben zu besuchen.

Deutsche machen die größte Gruppe aller Touristen aus

Zehntausende Urlauber aus Deutschland zieht es jedes Jahr auf die Seychellen. 2019, im Jahr vor der weltweiten Corona-Pandemie, waren es rund 72.400. Danach brachen die Besucherzahlen ein und zogen erst 2022 wieder an. Vergangenes Jahr reisten rund 55.000 Deutsche auf die Seychellen. Damit machten sie die größte Gruppe der knapp 400.000 Touristen aus.

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Die Seychellen sind ein sicheres und sauberes Reiseland, für das man keine speziellen Impfungen braucht oder komplizierte Visabestimmungen beachten muss. Es reicht ein einfaches Online-Einreiseformular für rund 12 Euro. Bezahlen kann man fast überall mit Karte oder digital, selbst an einsamen Stränden.

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Mit solchen Propellermaschinen „hüpft“ man bequem von Insel zu Insel. Fol

Und was die Kosten anbelangt, so sind die typischen Bedenken vieler Deutscher nur teilweise berechtigt. Ja, die Seychellen sind teurer als manch andere Ziele. Aber man kann die Trauminseln auch besuchen, ohne dass es gleich ein Vermögen kostet.

So findet man neben hochpreisigen und exklusiven 5- und 4-Sterne-Resorts auch günstigere Unterkünfte. Kleinere lokale Hotels, Inselhütten, Bed-&-Breakfast-Häuser, private Unterkünfte, in denen man sich selbst versorgt – alles ist möglich.

Preisbeispiel

Seychellen, Island Hopping Seychellen, 8 Nächte in Hotels der gehobenen Mittelklasse, Halbpension, inklusive Flug, z.B. am 10.01.2027 ab Frankfurt am Main, pro Person ab 3399 EUR (Meiers Weltreisen). Buchbar im Reisebüro und auf www.meiers-weltreisen.de

Obwohl es einige Direktverbindungen ab Frankfurt am Main gibt, fliegen die meisten Deutschen über Dubai und legen dort einen Zwischenstopp ein. Nach 11-stündigem Flug erreicht man Mahé, die größte Seychellen-Insel. Wir selbst steigen auf dem Airport nahe der Hauptstadt Victoria gleich wieder um – in eine kleine Propellermaschine, die uns in knapp 20 Minuten nach Praslin bringt.

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Smaragdgrün, türkis, Richtung Horizont ins Marineblau übergehend: Das Wasser auf den Seychellen ist glasklar. Fol

Praslin ist die erste von insgesamt fünf Inseln, die wir in den nächsten acht Tagen besuchen werden. Schon beim Anflug lässt sich die Schönheit der Insel erahnen. Von oben erkennt man sattgrüne Wälder und eine imposante Bergkette, die sich durch die etwa 12 Kilometer lange und 5 Kilometer breite Insel zieht. An den Rändern des Eilands zeichnen sich traumhafte Küstenlinien mit den typischen Granitfelsen ab.

Robinson-Crusoe-Moment: Traumstrand, fast menschenleer

Einer der bekanntesten und meistfotografierten Strände der Welt, der etwa 250 Meter lange „Anse Georgette“, liegt im Nordwesten der Insel und lässt sich auf zwei Wegen erreichen: mit dem Boot oder zu Fuß. Der Zugang führt über das Gelände eines Luxushotels mit 18-Loch-Golfplatz. Nach etwa 20 Minuten erreicht man den Strand, der an diesem Vormittag trotz idealen Wetters (29 Grad, kaum Wolken) fast menschenleer ist. Ein Robinson-Crusoe-Moment. Hier möchte man am liebsten bleiben.

Doch das wäre schade, denn die Seychellen bestehen nicht nur aus Traumkulissen, die man auf Instagram postet. Sie haben so viel mehr zu bieten.

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Eine Frau verkauft an der „Crusoe Beach Bar“ am weltberühmten Strand „Anse Source d’Argent“ auf La Digue frische Früchte und Getränke. Fol

Da ist die kreolische Küche, eine Mischung aus afrikanischen, indischen, chinesischen und europäischen Einflüssen. Die Köche bereiten ihre Gerichte mit Curryblättern, Chili, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander zu. Aber auch Knoblauch, Zimt, Nelken, Vanille und Limettensaft gehören in Töpfe und Pfannen. Oft strömt der intensive Duft der Aromen durchs ganze Restaurant.

Kreolische Küche: Fisch, Meerestiere und intensive Gewürze

Unbedingt probieren muss man das Nationalgericht der Seychellen: Oktopus-Curry mit Kokosmilch. Im „Lo Brizan“ auf Mahé kommt es als „Kari Koko Zourit“ auf den Tisch, von dem aus man einen fantastischen Blick aufs Meer hat. Auch einen gegrillten Pink Jobfish, wie er etwa im „Les Boucaniers“ auf Praslin serviert wird, sollte man sich nicht entgehen lassen. Im nicht weit entfernten Restaurant „Pirogue“ schwärmen Gäste vom Thunfischsteak mit Knoblauch-Zitronen-Buttersoße.

Wer auf La Digue unterwegs ist und lokales Essen in idyllischer Beachlandschaft genießen will, ist im „Old Pier Café“ richtig, direkt neben dem berühmten Strand „Anse Source d’Argent“. Nach einer entspannten Fahrradtour entlang der Westküste, durch Vanilleplantagen und Kokosnusshaine, genießt man hier seinen gegrillten Oktopus und lässt den Blick über den Ozean schweifen.

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Der Koch des „Old Pier Cafe“ neben dem berühmten Strand „Anse Source d’Argent“ auf der Insel La Digue. Fol

Die Preise selbst in sehr guten Lokalen sind nicht höher als in vergleichbaren Restaurants in Deutschland. Ein Hauptgericht kostet umgerechnet zwischen 25 und 35 Euro.

Etwas günstiger, aber mindestens genauso gut, isst man in Takeaway-Restaurants wie dem „La Mer“ an der Cote d'Or auf Praslin. Hier bekommt man gegrillte Meeresfrüchte – Garnelen, Tintenfisch, Muscheln, Fischfilet – mit Reis und Salat für 375 Rupien, etwa 23 Euro. Eine Flasche gut gekühltes einheimisches Bier („SeyBrew Lager“) ist im Nachbarladen für 2,20 Euro zu haben.

Exportschlager Rum: Besuch in der Takamaka-Destillerie

Teurer und wesentlich hochprozentiger ist ein echter Exportschlager der Seychellen: Takamaka-Rum. Er wird in 64 Ländern verkauft, auch in Deutschland. Bei einem Besuch in der Destillerie im Südosten von Mahé erklärt Retha d'Offay die Geheimnisse rund um den preisgekrönten Inselschnaps. Sie ist die Frau des Firmengründers, der Takamaka im Februar 2002 mit seinem Bruder erfunden hat – in einer Garage.

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Retha d'Offay bei einer Verkostung von Takamaka-Rum in der Destillerie im Südosten von Mahé. Fol

„25 Jahre später ist unser Familienbetrieb weltweit gut im Geschäft und mit mehr als 100 Mitarbeitern ein großer Arbeitgeber“, sagt Retha d'Offay, während sie durch die moderne Brennerei führt und Besucher den einen oder anderen Tropfen probieren lässt. Dazu reicht sie Früchte wie getrocknete Ananas, Zitronen und Bananen, aber auch Kokosnuss und Vanille sowie Nelken und Zimt. „Die Zutaten geben dem Rum eine spezielle Note“, sagt sie.

Geschmack kommt aus alten Fässern und Holzspänen

Seinen Geschmack zieht der Rum auch aus altem Holz. So lagern einige Sorten in Fässern aus US-amerikanischer Eiche, in denen einst Bourbon reifte. Dadurch nehmen sie eine rauchige Whiskey-Note an. Auch Späne von Rotweinfässern aus französischer Eiche spielen bei der Takamaka-Herstellung eine Rolle. Die mit Merlot getränkten Holzschnitze werden den Destillaten zugegeben und erzeugen damit beim Rum ein fruchtiges und weiches Aroma.

„Probieren Sie, das ist köstlich“, bittet Retha d'Offay ihre Gäste auf eine begeisternde Art, der man sich kaum entziehen kann. Den Namen ihres Rums hätten sich die Firmengründer übrigens von einem Gewächs abgekupfert, das typisch für die Seychellen ist, dem Takamaka-Baum. „Zwar hat der Baum nichts mit dem Rum zu tun“, sagt die Frau. „Aber der Name klingt toll und man kann ihn überall auf der Welt gut aussprechen.“

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Schnorcheln vor Moyenne Island, eine Nationalpark-Insel, die man mit dem Boot oder Katamaran erreichen kann. Fol

Der Aufstieg einer Garagenfirma zum internationalen Unternehmen steht beispielhaft für den Pionier- und Gründergeist vieler Menschen auf den Seychellen.

Auch Hugh Payet und Joanise Doway, 68 und 61 Jahre alt, gehören zu ihnen. Ursprünglich von der Hauptinsel Mahé stammend, hat das Ehepaar sein Glück auf Praslin gefunden. Vor 30 Jahren eröffneten die beiden ein 28-Zimmer-Hotel in Cote d’Or direkt am Strand. Heute verfügt das 4-Sterne-Resort „Acajou“ über 52 Zimmer und 13 Appartements, ein Top-Restaurant, einen Infinity-Pool und eine Rooftop-Bar, von der aus man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann.

„Grünes Hotel“: Eigentümer schützen einzigartige Natur

Eingebettet ist das Resort in einen tropischen Garten, der von Landschaftsgärtnern liebevoll gepflegt wird. Die Vielfalt an Blumen, Farnen, Büschen und Bäumen ist beeindruckend. Nicht umsonst wird die Anlage als „Praslin’s Green Hotel“ bezeichnet. Neben den Annehmlichkeiten eines unvergesslichen Urlaubs sollen die Gäste hier „ein Gefühl für die Einzigartigkeit unseres Ökosystems bekommen“, sagt Hugh Payet.

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Blick auf die Rooftop-Bar des Resorts „Acajou“ auf der Insel Praslin. Fol

Und dieses System wollen die Hoteleigentümer schützen. „Unsere Arbeit folgt klaren Werten. Dazu gehören schonendes und nachhaltiges Wirtschaften mit Müllvermeidung, Wiederverwertung und Nutzung von Solarenergie. Aber auch ein achtsamer Umgang mit der Natur, die Verarbeitung lokaler Produkte und soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter“, so Joanise Doway.

Man merkt den Resortbetreibern an, wie sehr sie ihre Heimat lieben und wie wichtig es ihnen ist, die Seychellen in all ihrer Schönheit und Vielfalt zu erhalten.

Coco de Mer: größte Kokosnuss der Welt und Nationalsymbol

Durch ihre Abgeschiedenheit und isolierte Lage sind die Inseln eine Art natürliche Arche Noah für seltene Tiere und ein idealer Lebensraum für eine Vielzahl tropischer Pflanzen. Zu den faszinierendsten Bäumen zählt eine bis zu 30 Meter hohe Palme, die es nur auf Praslin und einigen Nachbarinseln gibt. Ihre Frucht heißt Coco de Mer, auch Seychellen-Nuss genannt. Mit bis zu 50 Zentimetern ist sie die größte Kokosnuss der Welt und eine Art Nationalsymbol. Bei der Einreise in den Inselstaat kommt sie sogar als Stempel-Aufdruck in die Reisepässe.

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Die Coco de Mer, hier im Naturreservat „Fond Ferdinand“, ist die größte Kokosnuss der Welt. Die weibliche Frucht sieht aus wie das Geschlechtsorgan einer Frau, der männliche Baum hat einen phallusähnlichen Blütenstand. Fol

Palmen und Samengehäuse sind unter anderem im Naturreservat „Fond Ferdinand“ (Eintritt 19 Euro) auf Praslin zu bestaunen. Auf den Wanderwegen des Schutzgebiets entdecken Besucher nicht nur exotische Gewürzpflanzen und ungewöhnliche Baumarten wie den duftenden Zimtbaum, den Roten Lippenstiftbaum oder den „Palmherzen-Baum“. Auch viele Tiere, vom grünen Gecko bis zum seltenen Seychellen-Schwarzpapagei, tummeln sich im Blätterwald. Wer den Aufstieg auf ein Aussichtsplateau nicht scheut, wird mit einem herrlichen Panoramablick belohnt.

Viele Seychellen-Inseln scheinen gänzlich unberührt zu sein. Andere sind für eine begrenzte Zahl von Tagestouristen zugänglich. Etwa Moyenne Island, eine Nationalpark-Insel, die man mit dem Boot oder Katamaran erreichen kann.

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Auf den Seychellen begegnet man fast überall Aldabra-Riesenschildkröten, die wie Geschöpfe aus der Urzeit wirken. Fol

Auf den gut ausgebauten Pfaden durch den Dschungel bieten sich nicht nur atemberaubende Blicke auf einsame Buchten und Rifflandschaften. Überall begegnet man freilebenden Aldabra-Riesenschildkröten. Die Giganten, die bis zu 200 Jahre alt werden können, dösen im Schatten oder kreuzen die Wege der Besucher. Mit ihren mächtigen Rückenpanzern und den zeitlupenhaften Bewegungen wirken die Kolosse wie Geschöpfe aus der Urzeit.

Aldabra-Riesenschildkröten und Echte Karettschildkröten

Deutlich kleiner und agiler, aber dafür nicht weniger beeindruckend, sind die rund um die Seychellen lebenden Meeresschildkröten. Beim Schnorcheln zeigt uns der erfahrene Führer eine gute Stelle nah am Strand. Vor unseren Augen schweben Echte Karettschildkröten majestätisch durch Korallengärten und Seegraswiesen. Ihre abgeflachten Panzer schimmern bernsteinfarben, goldgelb, rot- und dunkelbraun im glasklaren, von Sonnenstrahlen erhellten Wasser. Bis auf eine Armlänge kommen wir den Tieren nah, die sich mit ihren paddelartigen Beinen den Weg durch den Ozean bahnen.

Die von uns beobachteten Meeresschildkröten haben ihr Revier an einer besonderen Insel. Sie wurde, anders als Mahé oder Praslin, nicht aus Granit gebildet, sondern aus Korallenkalk. Deshalb ragt sie nur wenige Meter über den Meeresspiegel. Sie heißt Denis Island.

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Blick aus dem kleinen Flugzeug mit neun Sitzen beim Anflug auf Denis Island im Norden der Seychellen. Fol

Der grüne Tupfer im Meer ist 1,1 Quadratkilometer groß und in Privatbesitz. Die von den Seychellen stammenden Eigentümer haben auf dem Eiland ein Resort errichtet, das weltweit zu den besten Adressen zählt und mit 2 Michelin-Schlüsseln ausgezeichnet wurde: 23 freistehende Cottages direkt am Meer, das kleinste 90, das größte 325 Quadratmeter groß.

Denis Island: Seychellen-Insel mit besonderem Luxus

Kein Haus ist für andere Gäste einsehbar. Man duscht unter freiem Himmel, wacht vom Meeresrauschen auf und von singenden Vögeln. Mit dem Fahrrad geht es zum Restaurant im Haupthaus. Die Küche hat Sterne-Niveau.

Das alles ist so extravagant wie die Anreise auf die Insel: Gäste werden im Helikopter eingeflogen oder landen mit einem kleinen Flugzeug auf der grünen Wiese. Danach dürfen sie keinen Koffer mehr tragen. Das machen die Hotel-Mitarbeiter. Der Gast ist König. Allerdings nicht in der Welt, in der er sich sonst bewegt, von Meeting zu Meeting eilend, ständig telefonierend und online. Auf Denis Island zählt das alles nicht – und das ist der wahre, der eigentliche Luxus.

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Robinson-Crusoe-Moment: Einsamer Strand auf der Privatinsel Denis Island. Fol

Ganz bewusst haben die Verantwortlichen aus den Strandhäusern alles verbannt, was Gäste ablenken könnte. Es gibt – außer in der Lobby – kein Internet, keinen Handyempfang, keinen Fernseher, kein Radio. Nicht mal ans Abschließen müssen Urlauber denken, denn die Häuser verfügen über keine Schlüssel. Die Insel ist der sicherste Ort auf Erden. „Unplugged, Unfiltered, Unforgettable“, lautet die Philosophie auf Denis Island. Die Menschen sind eins mit der Natur, leben ganz im Hier und Jetzt.

Autarkes Leben: Obst anbauen, Tiere halten, Möbel herstellen

Etwa 140 Frauen und Männer wohnen und arbeiten auf der Insel. Doch nur einige von ihnen sind für Gäste sichtbar. Man trifft sie an der Rezeption, im Restaurant und in der Küche, an der Bar, im Wellnessbereich, in den Parkanlagen und bei Bootsausflügen zum Tauchen und Fischen. Viele andere bekommt man kaum zu Gesicht. Sie leben im nördlichen Teil der Insel und sorgen dafür, dass die Gäste des Resorts täglich frisches Obst und Gemüse bekommen, Eier, Brot, Milch und Fleisch.

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Ihre fangfrische Ausbeute bieten Fischer auf Märkten oder direkt am Straßenrand an. Fol

Denis Island ist ein von der Außenwelt nahezu abgeschnittenes Stück Erde, das weitgehend ohne fremde Einflüsse und Nahrungslieferungen auskommt. Fast alles wird selbst angebaut und großgezogen, natürlich ohne Chemie und enge Käfige.

Das Spanferkel, das der Küchenmeister am Abend vom Spieß schneidet, ist hier aufgewachsen. Die Lammkeulen, das Rindersteak, die Entenbrust, die Hühnerbeine, das Gänsefleisch – alles stammt von Tieren, die auf der Insel gehalten und geschlachtet wurden. Die Fische kommen fangfrisch auf den Grill, Früchte wie Mangos und Papayas direkt vom Baum auf den Teller. Auch Brokkoli, Zwiebeln, Spinat, Kopfsalat, Tomaten oder Auberginen werden jeden Tag geerntet und zubereitet.

Arche Noah: Seltene Land- und Seevögel sind hier heimisch

Nicht nur bei Lebensmitteln streben die Inselbewohner nach größtmöglicher Unabhängigkeit. Deshalb gehören auch Handwerker aller Art zur Belegschaft, Klempner etwa, Elektriker und Mechaniker. Sie halten die Fahrräder und solargetriebenen Elektrobuggys in Schuss, mit denen man geruhsam über die Insel fährt.

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Tiefenentspannt am Strand: Einheimische Jugendliche genießen den Tag auf der Seychellen-Insel Praslin. Fol

Schreiner bauen hochwertige Möbel für die Hotelzimmer, nutzen dafür aber nur Holz von Bäumen, die umgestürzt sind oder aus Sicherheitsgründen gekappt werden mussten. Einfach so gefällt wird hier kein Baum. Die Natur steht über allem. Davon zeugen die vielen, zum Teil sehr seltenen Land- und Seevögel, die auf dem Eiland heimisch sind.

Spätestens nach zwei Tagen auf Denis Island vermisst man nichts, was man kurz zuvor für unentbehrlich und lebenswichtig gehalten hat. Man lehnt sich in seinen bequemen Adirondack-Stuhl am Strand, beobachtet Krabben, die von den schäumenden Wellen ins Meer gezogen werden, nippt an seinem Cocktail und spürt tiefe Zufriedenheit. Ein Gefühl von Vollendung stellt sich ein. Die Überzeugung: Besser geht es nicht.

Einheimische auf Seychellen: Herzlich, offen und lebensfroh

Auf den Seychellen begegnen einem die Einheimischen offen und mit einer Herzlichkeit, die nicht aufgesetzt oder gespielt wirkt. Der Fischhändler am Marktstand erklärt gestenreich, wo er die besten Fänge macht und wie er zu Hause den Oktopus am liebsten zubereitet. Der Vater, der am Strand mit seinen Söhnen Fußball spielt, lädt Zuschauer zum Mitmachen ein. Und wenn Kinder in ihren weiß-blauen Uniformen nachmittags aus den Schulbussen strömen, winken sie einem freundlich zu.

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Schüler, die auf den Seychellen einheitliche Kleidung tragen, kommen mit dem Schulbus nach Hause, hier auf Praslin. Fol

„Hier ist alles authentisch. Es fühlt sich nicht touristisch an“, sagt Karl Saint Ange, der Resident Manager des Boutique-Hotels „Indian Ocean Lodge“ direkt am Grand Anse Beach auf Praslin. Tatsächlich wird der Strand hier nicht von Verkäufern belagert, die einem Sonnenbrillen, Hüte oder Schmuck verkaufen wollen. Keine laute Musik, keine Partys, keine dröhnenden Spaßboote. „Wir sind hier sehr entspannt und relaxt“, sagt Karl Saint Ange. „Und genau das wünschen wir uns für unsere Gäste. Sie sollen sich erholen und einfach genießen.“

Experten organisieren Ausflüge und haben Geheimtipps

Am besten genießen lassen sich die Inseln, wenn man Ausflüge gemeinsam mit einheimischen Experten plant. Das geht schon von Deutschland aus, aber auch spontan vor Ort, sogar über WhatsApp. Der größte und erfahrenste Spezialist auf diesem Gebiet ist die Agentur „Mason’s Travel“. Auf Wunsch organisieren die Mitarbeiter komplette Tagesprogramme – von Helikopterflügen auf exotische Inseln bis hin zu Tauchtouren mit dem Katamaran und Hochseefischen auf einer Yacht.

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Das luxuriöse, in einen grünen Hang gebaute „Carana Beach Hotel“ auf der Hauptinsel Mahé bietet einen spektakulären Ausblick auf den Ozean. Fol

Wer den Linksverkehr scheut und sich selbst kein Auto mieten will, kann private Touren im klimatisierten SUV buchen. Ein voller Tag mit englischsprachigem Fahrer kostet 230 Euro. Der Vorteil: Man kommt schnell und sicher an Traumstrände oder in Nationalparks und erlebt die Schönheit der Insel ganz ohne Stress und Zeitdruck. Außerdem haben die ortskundigen Fahrer oft den einen oder anderen Geheimtipp, der in keinem Reisekatalog zu finden ist.

„Zurücklehnen und die Schönheit unserer Inseln bestaunen“

Bei den Ausflügen kümmert sich die Agentur um Hoteltransfers, Bootsfahrten, Flugtickets, Eintrittsgebühren, Ausrüstungen, Getränke und zum Teil auch um das Essen. „Die Gäste müssen ihre kostbare Zeit nicht für organisatorische Dinge aufbringen“, sagt Mason’s-Sprecherin Robyn Shield. „Sie können sich zurücklehnen und die Schönheit unserer Inseln bestaunen.“

Transparenzhinweis: Die Teilnahme an der Reise wurde durch den Veranstalter und die Tourismusbehörde unterstützt, was jedoch keinerlei Einfluss auf die freie redaktionelle Berichterstattung hatte.

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