Der Sieg gegen Sävehof im EHF-Pokal deutet auf eine Weiterentwicklung hin.
Wuppertal · Der Sieg gegen Sävehof im EHF-Pokal deutet auf eine Weiterentwicklung hin.
07.10.2026 , 17:40 Uhr
Janik Schrader setzte auch gegen Sävehof wichtige, neue Impulse. Seit er dabei ist läuft es.
Foto: JA/Andreas FischerNach drei Spielen binnen sieben Tagen gaben die Trainer Markus Pütz und Arnor Gunnarsson den Handballern des Bergischen HC erst einmal zwei Tage frei. „Das haben sich die Jungs verdient, sie haben es super gemacht“, sagte Pütz am Dienstag Abend nach dem 29:25 im Spiel der European League gegen IK Sävehof, mit dem sich die Mannschaft, wie berichtet, an die Spitze der Vorrunden-Gruppe D setzte. In der anderen Partie trennten sich Presov und der kroatische Vertreter Sesvete Triglav in Zagreb, wo der BHC am kommenden Dienstag sein nächstes Spiel hat, mit 36:36 und holten damit jeweils ihren ersten Punkt.
Pütz nannte zwei ausschlaggebende Gründe für den dritten Sieg in Folge nach dem 30:29 in Presov und dem 29:28 in der Bundesliga in Balingen: „Wir haben heute keine hektischen technische Fehler gemacht – auch nicht in Überzahl. Und wir waren in der Breite stark.“ Offensichtlich war, welcher Zugewinn Janik Schrader ist. Nach überstandener Fußverletzung („Dem Fuß geht es gut. Diese Geschichte liegt hoffentlich ein für alle Mal hinter uns.“) trug er gegen die Schweden die Hauptlast im rechten Rückraum und blieb auch cool, als die wie verwandelt aus der Kabine gekommenen Schweden in der zweiten Hälfte drauf und dran waren, die vor der Pause vom BHC souverän geführte Partie zu ihren Gunsten zu kippen. Wichtig war, dass Johannes Wasielewski, der die Woche über krank gewesen war, nicht viel spielen musste. Dazu trug auch der nachverpflichtete Zeb Bjerneld bei, dem Pütz ebenfalls ein Lob aussprach. Genau wie Nico Schöttle, der sich immer besser in die Abwehrolle findet, was angesichts des vorläufigen Ausfalls von Gerdas Babarskas (Blinddarm-OP) extrem wichtig ist.
Mitentscheidende in der engen Phase, dass Christopher Rudeck nach 53 Minuten gegen den frei auf ihn zustürmenden Leon Halen das mögliche 24:24 verhinderte. Rudeck, der nach gut 40 Minuten für Christian van der Merwe zwischen die Pfosten kam (der musste nach starken neun Paraden in Hälfte eins, nun alle schwedischen Würfe passieren lassen), hatte zwar insgesamt nur zwei Paraden, aber ganz, ganz wichtige. Auch auf der Torhüterposition gilt also: Der BHC ist breit und gut aufgestellt.
Das zahlte sich auch für Rückraum-Ass Sören Steinhaus aus, dem ab und zu ein paar Ruhepausen gegönnt werden konnten. „Es ist einfach geil, die nächsten Europa-Punkte geholt zu habe“, jubelte Steinhaus nachher, sprach von insgesamt gestiegenem Selbstvertrauen. Angesprochen auf die diesmal wenigen technischen Fehler sprach Steinhaus ebenso wie sein Trainer von einer „Weiterentwicklung“.
Markus Pütz hob die Stimmung in der mit 2330 Zuschauern fast ausverkauften Klingenhalle hervor. „Darauf hatten wir uns sehr gefreut.“ Der Sportliche Leiter Fabian Gutbrod, der selbst schon viele Mal in der Klingenhalle aufgelaufen war, sprach von Gänsehaut schon am Tag zuvor, als er den fertigen Aufbau für das Spiel gesehen habe. trd