Der VfR Aalen festigt mit dem vierten Sieg in Serie seinen zweiten Platz in der Regionalliga. Ein Debütant trifft – und Trainer Molinari richtet eine Botschaft an die Fans.
Stand: 18.10.2026, 17:22 Uhr

Der VfR Aalen festigt mit dem vierten Sieg in Serie seinen zweiten Platz in der Regionalliga. Ein Debütant trifft – und Trainer Molinari richtet eine Botschaft an die Fans.
Aalen. Mit dem 2:0-Erfolg gegen den FC Astoria Walldorf hat der VfR Aalen erneut bestätigt, dass mit ihm im Aufstiegsrennen der Regionalliga Südwest dauerhaft zu rechnen ist. Vor 1713 Zuschauern in der Bediani-Arena feierten die Aalener ihren vierten Sieg in Folge – und stehen mit 24 Punkten weiterhin auf Rang zwei, nur zwei Zähler hinter Tabellenführer Freiberg. Die Bilanz nach zwölf Partien liest sich beeindruckend: sieben Siege, drei Unentschieden, nur zwei Niederlagen.
Zittern am Anfang – dann dreht der VfR aufDie Ausgangslage war klar: Aalen als Favorit gegen den Tabellendreizehnten. Doch die Gäste aus Walldorf starteten mutig und zwangen die Aalener, sich erst einmal zu sortieren. „Wir mussten in der ersten Viertelstunde leiden“, gestand Trainer Beniamino Molinari später. Die erste wirkliche Annäherung ans Tor der Gäste gelang nach etwa zwanzig Minuten – Kleinschrodt scheiterte am Ex-Aalener Witte im Walldorfer Tor. Kurz darauf hätte Gaudino per Elfmeter die Führung besorgen können, doch sein Lupfer landete über dem Tor. „So ein verschossener Elfmeter kann eine Mannschaft auch brechen, aber wir sind komplett bei uns geblieben“, lobte Molinari seine Spieler.
Debütant Selitaj bringt die FührungNach dem Seitenwechsel zeigte sich Aalen entschlossener. Der Aufsteiger drückte aufs Tempo – und wurde belohnt: Startelf-Debütant Henrick Selitaj schlenzte nach Vorarbeit von Kleinschrodt den Ball aus 15 Metern zur Führung ins Netz (52). „Dass ich heute ein Tor schieße, hatte ich schon einen Tag zuvor im Kopf“, sagte Selitaj. Die Mannschaft habe ihn toll aufgenommen, der Trainer viel mit ihm gesprochen.
Ein Joker wackelt, der Serientäter trifftMitte der zweiten Hälfte stellte Molinari um, brachte Schaupp und Antlitz. Letzterer hätte fast mit seinem ersten Ballkontakt das 2:0 erzielt, doch ein Verteidiger kratzte den Ball von der Linie. Dann wurde es plötzlich brenzlig: Nach einem Ballverlust von Schaupp im Aufbauspiel (75) schaltete Walldorf schnell um und traf – doch der Schiedsrichter hatte abseits des Geschehens ein Ziehen am Trikot von Schaupp erkannt und entschied auf Foul. Glück für Aalen, denn dieser Treffer hätte das Spiel auf den Kopf stellen können.
Für die Entscheidung sorgte schließlich der überragende Dean Melo (Note 1,5): Nach einer sehenswerten Kombination über Kahriman und Gaudino tanzte Melo seinen Gegenspieler aus und schloss unhaltbar zum 2:0 ab (78). Damit traf der Linksaußen im vierten Spiel in Folge – und unterstrich seinen Lauf: „Wir fühlen uns als Top-Mannschaft der Liga. Unser Selbstbewusstsein wird immer größer.“
Trainer Molinari: Lob an die Mannschaft, Kritik an die FansTrotz des Siegs blieb Molinari nach Schlusspfiff nicht nur beim Sportlichen. Seine Kritik richtete sich an die eigenen Anhänger: „Ich freue mich, dass wir jetzt zwei Mal auswärts spielen. Auswärts haben wir die Fans dabei, die die Mannschaft total unterstützen und nicht nach fünf Minuten eigene Spieler anschreien. Das werde ich nie ganz verstehen.“ Seine Mannschaft lobte er dagegen für ihre Widerstandsfähigkeit und die Anpassungen zur Pause.
Ausblick: Der VfR bleibt oben dran
Aalen bleibt mit 24 Zählern Zweiter und hat die direkte Konkurrenz – Mannheim und die Stuttgarter Kickers – im Nacken. Die Entwicklung stimmt: Die Defensive steht (ein Gegentor in den letzten drei Spielen), die Offensive ist immer für Tore gut. Die kommenden Aufgaben führen den VfR nun zwei Mal in die Fremde zu zwei absoluten Top-Teams. Beim SV Sandhausen (6.) und bei den Stuttgarter Kickers (4.) kann der VfR weitere Ausrufezeichen setzen.
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