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60 Minuten Dominanz zum dritten Sieg in Serie und Platz 2 in der Tabelle

Дата публикации: 11-10-2026 15:00:00

Eine starke Stunde, ein reifer Auftritt, aber nur kurz Tabellenführer: Beim 2:0 in Fulda zeigt der VfR Aalen in Phasen, warum der Aufsteiger zu den Top-Teams der Liga gehört.

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Stand: 12.10.2026, 08:40 Uhr

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Eine starke Stunde, ein reifer Auftritt, aber nur kurz Tabellenführer: Beim 2:0 in Fulda zeigt der VfR Aalen in Phasen, warum der Aufsteiger zu den Top-Teams der Liga gehört.

Fulda. Der VfR Aalen hat in Fulda über weite Strecken genau den Auftritt hingelegt, den man von einer Spitzenmannschaft erwartet. 2:0 beim neuen Tabellenschlusslicht, über 60 Minuten klare Kontrolle, danach abgeklärtes Verteidigen: Der Aufsteiger wirkt in dieser Phase der Saison wie ein Team, das oben hingehört. Und das zeigt auch die Tabelle – von Rang vier geht es nach dem Erfolg auf Platz zwei.

Vor gut 1000 Zuschauern legte Aalen mit großem Selbstverständnis total dominant los. Trainer Beniamino Molinari brachte mit Geyer, Döringer und Kahriman gleich drei Rückkehrer in die Startelf, im Sturmzentrum erhielt Antlitz erstmals den Vorzug vor Kleinschrodt. Die Struktur stand sofort: viel Ballbesitz, kluge Rotationen und viel Kontrolle.

Musterangriff zum 1:0: Meien, Antlitz, Melo

Das 1:0 nach 14 Minuten war die logische Folge dieser Dominanz. Vico Meien antizipiert im Zentrum stark, fängt einen langen Ball ab und spielt sofort vertikal auf Antlitz. Der leitet die Kugel mit der Hacke weiter auf Dean Melo, der eiskalt vollendet. Ein Tor, das zeigt: Es geht nicht nur über lange Passstafetten, sondern auch über schnelles Umschalten beim VfR.

In dieser Phase hätte der VfR das Spiel schon entscheiden können. Döringer scheitert nach schöner Kombination am starken Fulda-Keeper Reiner Horz, Meien verpasst per Kopfball nur knapp, Melo lässt zwei weitere Großchancen liegen. Gleichzeitig steht die Restverteidigung – Fulda kommt im ersten Durchgang quasi nicht zur Geltung, Torwart Otto bleibt fast beschäftigungslos.

Gaudino als Spielmacher – das sechste Saisontor

Auch nach der Pause setzt Aalen zunächst die Linie fort. Wieder sind es Melo und Gaudino, die den Unterschied machen (Noten 1,5 und 2). In der 55. Minute steckt Antlitz auf Melo durch, der dieses Mal nicht selbst abschließt, sondern quer legt. Gaudino trifft im Fallen zum 2:0, sein sechstes Saisontor – und ein weiterer Beleg, wie wohl er sich auf der Zehnerposition fühlt, ständig am und im Strafraum am Ball.

Bis zur 60. Minute wirkt das wie ein Musterauftritt eines Spitzenteams: passsicher, dominant, gut abgesichert gegen Konter, mit klaren Abläufen im letzten Drittel. Doch gerade dieser Kontrast macht die Analyse interessant – denn mit dem Dreierwechsel in der 62. Minute verliert Aalen sichtbar an Stabilität.

Bruch nach dem Dreierwechsel

Barth, Onos und Kleinschrodt kommen für Döringer, Meien und Antlitz. Was als frischer Impuls gedacht ist, führt eher zu einem Bruch im Spiel. Onos schafft es nicht, Bälle zu behaupten und Konter sauber auszuspielen, Kleinschrodt leistet sich wiederholte technische Unsauberkeiten und fängt sich folgerichtig Gelb nach einem Ballverlust, Barth hat ebenso Probleme mit dem Tempo des eingewechselten Elekwa. Zugleich leistet sich Kahriman im eigenen Drittel mehrere riskante Ballverluste.

Fulda hingegen findet über Einwechselspieler wie Elekwa ins Spiel. Der Flügelspieler setzt Geyer und Barth mit seinem Tempo mehrfach unter Druck, sorgt für die erste echte Phase, in der Aalen „schwimmt“. Dennoch bleibt der VfR im eigenen Strafraum weitgehend stabil.

Von Rang vier auf zwei – Aufsteiger im Spitzenfeld

Der Blick auf die Tabelle unterstreicht den Trend: Zwar ist Heilbronn-Freiberg nach dem 2:1 bei Freiburg II wieder vorn, Aalen rückt aber von Rang vier auf Platz zwei vor. 21 Punkte aus 11 Spielen, als Aufsteiger nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter – das ist mehr als eine Momentaufnahme. Der VfR Aalen präsentiert sich in Fulda wie ein Team, das seinen Platz im oberen Regal der Regionalliga Südwest beansprucht. Und das, so betont Molinari, mit einer Spielweise, die zur Mannschaft passt – und stolz machen darf.

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