Knuspriges Bauernbrot, feuriger Aufstrich und goldbrauner Käse: Die Hexenstulle bringt ordentlich Würze auf den Abendbrottisch.
Die Hexenstulle ist nichts für zarte Gemüter, und genau das macht ihren Reiz aus. Eine dicke Scheibe Bauernbrot bekommt eine kräftige, orangerote Creme aus Frischkäse, Ajvar, Sambal Oelek und Paprika. Darauf landen rote Zwiebeln, Paprikawürfel und frische Chili, obendrauf kommt würziger Bergkäse. Im heißen Ofen schmilzt alles zusammen, der Käse bekommt goldbraune Flecken und der Brotrand wird knusprig. Beim ersten Bissen schmeckt die Stulle rauchig und cremig, dann kommt die Schärfe! Gerade jetzt, wenn die Abende länger werden, ist sie genau das Richtige. Viel Arbeit macht sie nicht, der Ofen erledigt den Hauptteil. Hier ist das leckere Rezept!
Hexenstulle bringt Schärfe in die dunkle JahreszeitIhren Namen trägt die Hexenstulle nicht ohne Grund: Sie leuchtet rot wie das große Feuer auf dem Hexentanzplatz im Harz und brennt noch dazu angenehm auf der Zunge. Die Grundlage ist bodenständig wie bei vielen Schnitten, die im Ofen überbacken werden. Die Besonderheit ist bei diesem Rezept aber definitiv die Schärfe!
Am besten schmeckt die Hexenstulle direkt aus dem Ofen, solange der Käse noch Fäden zieht. Ein knackiger Blattsalat oder ein paar saure Gurken passen gut dazu und sorgen für Frische. Wer die Schärfe etwas abfedern möchte, trinkt ein Glas kalte Milch oder Buttermilch dazu. Den Aufstrich können Sie gut vorbereiten: Abgedeckt im Kühlschrank hält er sich bis zum nächsten Tag. Und jetzt ran an den Ofen – verbrennen Sie sich an dieser Schnitte aber nicht die Zunge!
Zutaten für HexenstulleSie brauchen: 4 Scheiben Bauernbrot (etwa 1,5 cm dick)
Für den Aufstrich: 1 Knoblauchzehe, 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe), 2 EL scharfen Ajvar, 1 TL Sambal Oelek, 1 TL Paprikapulver, 1 Prise Salz
Für den Belag: 1 rote Zwiebel, 1 rote Paprikaschote, 1 rote Chilischote, 100 g geriebener Bergkäse, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 2 Frühlingszwiebeln
Im Backofen werden die Hexenstullen gebacken und bekommen ihre knusprige Kruste aus leckerem geschmolzenem Käse.
© Illustration: Berliner KURIER/KI
Zubereitung: So backen Sie die HexenstulleHeizen Sie zuerst den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor, bei Umluft genügen 180 Grad. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie die vier Brotscheiben mit etwas Abstand nebeneinander. Die Mengen reichen für vier Stullen. Schälen Sie nun die Knoblauchzehe und hacken Sie sie sehr fein oder drücken Sie sie durch eine Knoblauchpresse.
Geben Sie den Frischkäse in eine Schüssel und rühren Sie Ajvar, Sambal Oelek, Paprika und Knoblauch unter. Rühren Sie so lange, bis eine glatte, gleichmäßig orangerote Creme ohne weiße Schlieren entstanden ist. Schmecken Sie den Aufstrich mit einer Prise Salz ab.
Danach geht es an den Belag. Schälen Sie die rote Zwiebel, halbieren Sie sie und schneiden Sie sie in feine Halbringe. Waschen Sie die Paprikaschote, entfernen Sie Stielansatz, Kerne und weiße Trennhäute und würfeln Sie das Fruchtfleisch etwa 1 cm groß. Halbieren Sie die Chilischote längs. Für eine mildere Schärfe kratzen Sie die Kerne heraus, dann hacken Sie die Schote fein.
Waschen Sie sich danach gründlich die Hände und fassen Sie sich nicht an die Augen! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zum Vorbereiten der Chili auch Gummihandschuhe anziehen. Streichen Sie den Aufstrich dick bis an die Ränder auf die Brotscheiben. Verteilen Sie Zwiebeln, Paprika und Chili darauf und drücken Sie alles leicht an. Zum Schluss streuen Sie den Bergkäse gleichmäßig darüber und mahlen etwas schwarzen Pfeffer darauf.
Schieben Sie das Blech auf die mittlere Schiene und backen Sie die Hexenstulle 10 bis 12 Minuten. Fertig ist sie, wenn der Käse vollständig geschmolzen ist, goldbraune Flecken zeigt und der Brotrand knusprig aussieht. Währenddessen waschen Sie die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in feine Ringe.
Nehmen Sie das Blech heraus und lassen Sie die Stullen ein bis zwei Minuten abkühlen, denn der Belag ist sehr heiß. Bestreuen Sie sie mit den Frühlingszwiebeln und servieren Sie sie warm. Ein Tipp für Feuerfeste: Lassen Sie die Chilikerne einfach drin. Als mildere Abwandlung des Rezepts nehmen Sie milden statt scharfen Ajvar und lassen Sambal Oelek und die gehackte Chili weg. Guten Appetit!