Am Samstag empfängt der VfR Aalen den FC Astoria Walldorf in der Bediani-Arena. Die Badener stehen zwar nur knapp über den Abstiegsrängen, zeigten sich im Oktober jedoch verbessert.
Stand: 15.10.2026, 13:30 Uhr

Am Samstag empfängt der VfR Aalen den FC Astoria Walldorf in der Bediani-Arena. Die Badener stehen zwar nur knapp über den Abstiegsrängen, zeigten sich im Oktober jedoch verbessert.
Aalen. Es sind die Wochen der vermeintlich einfachen Punkte. Nachdem der VfR Aalen am vergangenen
Wochenende die SG Barockstadt Fulda Lehnerz mit einem überlegenen 2:0-Sieg an das Tabellenende schoss, trennen die Mannschaft von Benjamino Molinari nur noch zwei Punkte vom Erstplatzierten aus Heilbronn-Freiberg. Am Samstag, 14 Uhr, kommt es nun in der Bediani-Arena abermals zu einem Duell der Gegensätze. Denn mit dem FC-Astoria Walldorf reist ein Kellerkind auf die Ostalb.
Wer ist der FC-Astoria Walldorf?Die Astoria spielt bereits seit der Saison 2014/15 in der Regionalliga, zieht seitdem aber fast durchgehend im unteren Tabellendrittel ihre Kreise. 2021 wäre Walldorf rein sportlich sogar abgestiegen (18. Platz), blieb jedoch aufgrund einer Sonderregelung wegen der Pandemie in der Liga. Dass sich der FC-Astoria Walldorf seit seiner Fusion aus zwei Sportvereinen im Jahr 1995 aus der Landesliga bis in die Regionalliga gespielt hat und vor allem auch die Spielklasse hält, liegt aber vor allem an seinem Mäzen: Dietmar Hopp. Der SAP-Mitgründer und Ehrenbürger der Stadt initiierte damals mit seiner Stiftung ein Sanierungskonzept, das die Entwicklung eines Jugendförderzentrums und den Ausbau der Trainingsanlagen samt Stadion, dem Dietmar-Hopp-Sportpark, mit sich zog.
Deutschlandweit erlangte der Verein allerdings erst über den DFB-Pokal größere Aufmerksamkeit. Als badischer Verbandspokalsieger bahnte sich Walldorf 2016/17 seinen Weg bis ins Achtelfinale und musste sich dort erst im Elfmeterschießen mit 5:6 Arminia Bielefeld geschlagen geben. Zuvor hatte man den VfL Bochum (4:3 n.V.) und den damaligen Bundesligisten Darmstadt 98 (1:0) ausgeschaltet.
Wohin zeigt die Formkurve?Der Pokal-Coup liegt inzwischen weit zurück. Ein Blick auf die aktuelle Lage gibt wenig Anlass zur Euphorie: Die Mannschaft von Trainer Andreas Schön liegt auf dem 14. Tabellenplatz und somit nur einen Rang über der Abstiegszone. Dazu könnte das Team im schlimmsten Fall bei einer Niederlage sogar auf den vorletzten Platz abrutschen.
Dabei lesen sich die Resultate und die Tordifferenz der Badener nicht zwingend schlecht. Bei 16:19 Toren verlor man einzig gegen den FSV Frankfurt deutlich (0:3). Gegen die Kickers Offenbach (1:2) und den VfR Mannheim (2:3) kassierte man zudem erst in der Nachspielzeit die entscheidenden Tore. In ähnlichem Stil verspielte Walldorf gegen die Zweitvertretungen von Kaiserslautern (3:3) und Mainz 05 (1:1 am letzten Spieltag) drei Punkte in der Schlussphase.
Was es den Badenern scheinbar an Nerven bei eigener Führung mangelt, machen sie allerdings über Kampfgeist im Rückstand wett: Bei den restlichen Niederlagen gegen Sandhausen (1:2) und Steinbach (1:2) hielt sich die Mannschaft über späte Anschlusstreffer bis zum Abpfiff im Rennen, am sechsten Spieltag drehte man sogar eine Partie gegen den Aufstiegsaspiranten der Stuttgarter Kickers (2:1). Im Oktober ist die Astoria zudem noch ungeschlagen: Neben dem Unentschieden gegen Mainz gelang Anfang des Monats ein klarer 4:1-Erfolg gegen Eintracht Trier.
Wo liegen die Stärken?Trotz des Abgangs von Yasin Zor, der in der vergangenen Saison mit 16 Treffern glänzte, konnte die Astoria ihre offensive Spielidentität bewahren. Torgefahr strahlt nun neben Kapitän Marcel Carl (3 Tore) vor allem Neuzugang Karlo Kuranyi (4) aus, der sich somit schnell als wichtiger Faktor im Angriff etabliert hat. Auch der Flügelspieler Iosif Maroudis (3) und Astoria-Urgestein Maximilian Waack (1) auf der Spielmacherposition sind wichtige Bestandteile des schnellen und zielstrebigen Umschaltspiels des nächsten VfR-Gegners.
Trainer Andreas Schön setzt zudem möglichst auf eine aktive Spielweise. Seine Mannschaft soll selbst die Initiative ergreifen und den Gegner bereits im Spielaufbau unter Druck setzen. Dass dieser Ansatz aufgehen kann, bewies das 4:1 in Trier, als Walldorf seine Chancen konsequent nutzte und innerhalb kurzer Zeit drei Treffer erzielte. Trotz der bislang wechselhaften Ergebnisse bleibt die Astoria damit ein Gegner, der an guten Tagen viel Tempo und offensive Durchschlagskraft entwickeln kann.
Wie sieht die Bilanz aus?Entgegen des derzeitigen Trends fällt die Bilanz zwischen den beiden Vereinen bislang zugunsten der Gäste aus. Seit 2019 trafen die beiden Mannschaften in neun Punktespielen aufeinander, viermal konnten die Badener als Sieger vom Platz gehen. Dabei stehen Partien zwischen Aalen und Walldorf grundsätzlich für Spannung bis zum Schluss: Nicht nur endeten sieben der neun Spiele mit nur einem Tor Unterschied, sondern besonders die letzten Minuten waren in der jüngsten Vergangenheit entscheidend. In drei der letzten vier Begegnungen fiel der wichtige Siegtreffer oder Ausgleich nach der 80. Spielminute.
Wann und wo wird gespielt?Am Samstag, den 17. Oktober, will es der VfR Aalen nicht auf die Schlussphase ankommen lassen und peilt in der heimischen Bediani-Arena den vierten Sieg in Serie an. Der Anpfiff erfolgt um 14 Uhr.
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