Deftiger Wirsing, würziges Hackfleisch und eine kräftige Soße machen die „Faule Hausfrau“ zum perfekten Wohlfühlgericht für kalte Tage.
„Faule Hausfrau“ klingt erst einmal frech, doch für den Namen für dieses Gericht gibt es eine sehr naheliegende Erklärung! Dahinter verbirgt sich eine deftige Wirsing-Pfanne mit Hackfleisch, die vieles mitbringt, was man an Kohlrouladen schätzt – nur ohne die mühsame Wickelei. Statt einzelne Blätter vorzubereiten und um die Füllung zu rollen, schmoren klein geschnittener Wirsing, Zwiebel und gewürztes Hack einfach gemeinsam in einem großen Topf. Das Ergebnis erinnert an Omas Küche und passt besonders gut in die kühlere Jahreszeit, wenn es abends etwas Kräftiges sein darf. Wir verraten das tolle Rezept!
„Faule Hausfrau“ gelingt ganz ohne RouladenwickelnWer schon einmal Kohlrouladen gemacht hat, weiß, wie viel Geduld darin steckt: Blätter ablösen, vorgaren, füllen und sorgfältig aufrollen. Genau diesen Aufwand lässt die „Faule Hausfrau“ einfach weg – daher stammt auch der augenzwinkernde Name. Der Wirsing wird hier nur klein geschnitten und angebraten, das mit Eiern vermengte Hackfleisch kommt krümelig gebraten dazu. Soßenpulver und Gemüsebrühe sorgen für eine kräftige, dunkle Soße, in der alles in Ruhe schmort.
Am besten schmeckt die Wirsing-Pfanne mit Salzkartoffeln, die die würzige Soße wunderbar aufnehmen. Dazu ein Löffel Crème fraîche und gehackte Petersilie obendrauf, und der Teller ist komplett. Bleibt etwas übrig, ist das kein Problem, sondern ein Gewinn: Über Nacht im Kühlschrank zieht die „Faule Hausfrau“ richtig durch und schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch kräftiger. So ist auch der zweite Feierabend gleich mit versorgt. Und jetzt ab an den Herd!
Zutaten für „Faule Hausfrau“Sie brauchen: 1 Kopf Wirsing, 1 große Zwiebel, 2 EL Butter, 1 kg gemischtes Hackfleisch, 2 Eier, Salz, Pfeffer, etwas Wasser, 5 TL Soßenpulver für dunkle Soße, 4 TL Gemüsebrühe, etwas Soßenbinder (alternativ Stärke), Muskatnuss, zum Servieren nach Belieben: Crème fraîche, frische Petersilie
Faule Hausfrau wird am besten mit Kartoffeln serviert. Das Gericht schmeckt im Herbst ganz besonders gut.
© Illustration: Berliner KURIER/KI
Zubereitung: So kochen Sie „Faule Hausfrau“Zuerst bereiten Sie das Gemüse vor. Putzen Sie den Wirsing, indem Sie welke Außenblätter und den harten Strunk entfernen, und schneiden Sie den Kohl anschließend in kleine Stücke. Schälen Sie die Zwiebel und würfeln Sie sie fein. Erhitzen Sie dann einen Teil der Butter in einem großen Topf und dünsten Sie die Zwiebelwürfel darin an, bis sie glasig sind. Währenddessen vermengen Sie das Hackfleisch in einer Schüssel gründlich mit den Eiern.
Geben Sie die Masse zur Zwiebel in den Topf und braten Sie sie unter Rühren an, bis das Fleisch in kleine Krümel zerfallen und nicht mehr rosa ist. Würzen Sie dabei mit Salz und Pfeffer. Danach nehmen Sie das gebratene Hack aus dem Topf und stellen es in einer Schüssel beiseite.
Nun ist der Kohl an der Reihe. Lassen Sie die restliche Butter im selben Topf schmelzen und geben Sie den klein geschnittenen Wirsing hinein. Braten Sie den Kohl unter gelegentlichem Rühren nach und nach an, bis er deutlich zusammengefallen ist und leichte Bratspuren zeigt.
Ist das der Fall, wandert das beiseitegestellte Hack zurück in den Topf. Vermengen Sie Kohl und Fleisch gründlich, gießen Sie einen kleinen Schuss Wasser an und setzen Sie den Deckel auf. Nun schmort die Mischung etwa zehn Minuten. Rühren Sie in dieser Zeit regelmäßig um, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Während der Wirsing schmort, rühren Sie in einer zweiten Schüssel Wasser mit dem Soßenpulver und der Gemüsebrühe glatt. Gießen Sie diese Mischung zu Kohl und Hack, verrühren Sie alles, legen Sie den Deckel wieder auf und lassen Sie das Gericht bei niedriger Hitze noch 20 Minuten leise simmern. Danach binden Sie die Soße mit etwas Soßenbinder, bis sie angenehm sämig ist.
Wer stattdessen Stärke nimmt, rührt sie vorher in etwas kaltem Wasser an, damit keine Klümpchen entstehen. Zum Schluss schmecken Sie die „Faule Hausfrau“ mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer ab. Unser Tipp: Servieren Sie das Gericht heiß mit Salzkartoffeln, etwas Crème fraîche und frisch gehackter Petersilie. Guten Appetit!
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