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Immer mehr Straßenschäden in Essingen – jetzt wird schnelles Handeln gefordert

Дата публикации: 04-10-2026 06:00:00

Marode Straßen und breite Risse im Asphalt sorgen in Essingen und den Teilorten für Ärger. Im Gemeinderat wird nun schnelles Handeln vor dem Winter gefordert.

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Stand: 04.10.2026, 08:00 Uhr

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Entlang zahlreicher Straßen und Wege finden sich in Essingen und den Teilorten Risse im Asphalt. Einige davon sind bereits so groß, dass eine ganze Hand hineinpasst – wie zum Beispiel in der Baindtstraße.

Entlang zahlreicher Straßen und Wege finden sich in Essingen und den Teilorten Risse im Asphalt. Einige davon sind bereits so groß, dass eine ganze Hand hineinpasst – wie zum Beispiel in der Baindtstraße. © Jan Sigel

Marode Straßen und breite Risse im Asphalt sorgen in Essingen und den Teilorten für Ärger. Im Gemeinderat wird nun schnelles Handeln vor dem Winter gefordert.

Essingen. Viele Essinger ärgern sich schon länger über den maroden Zustand einzelner Straßen in der Gemeinde. An mehreren Stellen ziehen sich lange Risse durch den Asphalt. Teilweise sind die Spalten inzwischen sogar so breit, dass eine Handbreite hineinpasst. Nun wurde das Thema auch in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats angesprochen. Konkret ging es zunächst um den Teilort Forst. Dort sei der Zustand einzelner Straßen „desolat“, hieß es. Auch Bürgermeister Wolfgang Hofer räumte ein, dass die Situation teilweise „heftig“ sei. 

Dass sich das Problem dabei nicht nur auf den Teilort beschränkt, machte im weiteren Verlauf der Sitzung Gemeinderat Helmut Borst (Freie Wähler Vereinigung) deutlich: „Das betrifft etliche Straßen und Feldwege in Essingen“, sagte er. Betroffen sind unter anderem Bereiche wie der Untere Kolbenhof, die Baindtstraße oder der Heckenweg – drei Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich die Schäden inzwischen auftreten.

Sofortmaßnahmen vor dem Winter gefordert

Borst führt einen Teil der Schäden auch auf die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre zurück. Fehlt dem Boden über längere Zeit Feuchtigkeit, kann er sich verändern und absinken. Dadurch entstehen Spannungen im darüberliegenden Straßenaufbau. Der Asphalt kann diesen Belastungen nicht dauerhaft standhalten – die Folge: Es entstehen Risse, die sich mit der Zeit immer weiter ausbreiten.

Gerade diese Risse sind nach Einschätzung von Borst ein Problem, das nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte. Er fordert deshalb schnelles Handeln von der Gemeinde: „Die Risse müssen in den nächsten sechs Wochen mit Bitumen zugemacht werden“, sagte er im Gemeinderat. Der Grund sei der bevorstehende Winter. Dringt Wasser in die Risse ein und gefriert, dehnt es sich aus und kann den Asphalt weiter aufsprengen. Aus kleinen Rissen könnten so größere Schäden entstehen, deren Beseitigung später deutlich teurer wird.

Nach Einschätzung von Borst könnten die aus seiner Sicht „notwendigen Sofortmaßnahmen“ dabei mit vergleichsweise geringem Aufwand umgesetzt werden. „Das kostet nur ein paar tausend Euro“, sagte er. Entscheidend sei, jetzt zu handeln. Bis Mitte November müssten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Für seine Forderung erhielt Borst breite Zustimmung aus dem Gremium. Und er dürfte damit auch vielen Bürgerinnen und Bürgern aus der Seele gesprochen haben, die täglich auf beschädigten Straßen und Wegen unterwegs sind.

Beim Heckenweg wird es eine große Lösung

Wie teuer eine umfassende Straßensanierung werden kann, zeigt der Heckenweg. Dort besteht bereits seit längerer Zeit Sanierungsbedarf. Mehrere Wasserrohrbrüche im Laufe des Jahres haben die Situation zusätzlich verschärft. Die Gemeinde plant deshalb nicht nur eine Erneuerung der Straße. Gleichzeitig sollen Wasser- und Abwasserleitungen sowie der Abwasserkanal im Bereich des Heckenwegs und die Verbindung zur Bohnengasse erneuert werden. Die Arbeiten sollen gebündelt werden, um nicht später erneut in die Straße eingreifen zu müssen.

Derzeit werden die Kosten auf rund 335.000 Euro geschätzt. Die notwendigen Mittel sollen im Haushalt 2027 berücksichtigt werden – die Umsetzung ist für 2027 vorgesehen.

Der Heckenweg ist damit ein Beispiel dafür, wie aus einem Sanierungsbedarf schnell eine große und teure Baustelle werden kann.

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